Fast gelyncht
Autofahrer rast vorsätzlich in Kindergruppe

Ein wütender mexikanischer Autofahrer ist am Montag (Ortszeit) vorsätzlich in eine Kindergruppe hineingerast und hat dabei zwei Kinder getötet und 21 Menschen verletzt.

dpa MEXIKO-STADT. Wie das Fernsehen berichtete, hatte sich der Mann darüber geärgert, dass die Kinder bei der jeden Montag in Mexiko stattfindenden Flaggenparade die Straße vor ihrem Kindergarten in Ecatepec, einer nördlichen Vorstadt von Mexiko-Stadt, blockierten. Der Mann wurde von einem Amateurvideofilmer gefilmt. Das Fernsehen zeigte die Tat, stoppte die Übertragung aber im Augenblick des Aufpralls. Der 56-jährige Mechaniker habe die Kindergärtnerin einige Male aufgefordert, die Straße freizumachen, damit er mit seinem Kleintransporter zu seiner Werkstatt gelangen könne. Er habe damit gedroht, in die Gruppe hineinzufahren und diese Drohung wahrgemacht. Der Fahrer wurde festgenommen und von der Polizei davor geschützt, von den aufgebrachten Anwohnern gelyncht zu werden.

Bis Dienstagmorgen waren Fernsehberichten zufolge 16 der verletzten Kinder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Drei Kinder und zwei Kindergärtnerinnen mussten dort wegen schwererer Verletzungen noch bleiben. Der Mechaniker sagte nach seiner Festnahme, es tue ihm nur für die Kinder leid, nicht aber für die Kindergärtnerinnen. "Das musste früher oder später passieren, sie haben sich nie darum geschert, es zu verhindern", sagte er. Eine Mutter sagte der Presse aber, eine der Kindergärtnerinnen habe dem Mann zugesichert, die Straße freizumachen. "Sie sagten ihm, er solle einen Augenblick warten und dass sie die Kinder von der Straße holen würden. Aber er scherte sich nicht drum und fuhr auf sie zu. Das war Mord, und dafür muss er bezahlen", sagte die Frau.

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