Favoriten ausgeschieden
Deutsche Schwimmer enttäuschen maßlos

Die Deutschen Schwimmer blieben am zweiten Tag der olympischen Wettkämpfe weit unter ihren Möglichkeiten. Sarah Poewe, Helge Meeuw und Thomas Rupprath schieden enttäuschend aus.

Erst verpasste Schwimm-Star Britta Steffen mit der 4x100m-Freistilstaffel auf Platz fünf die erhoffte erste Medaille, dann schieden die beiden Europarekordler Helge Meeuw und Sarah Poewe innerhalb von wenigen Minuten im Vorlauf aus. An einem rabenschwarzen Sonntag hat sich die Krise beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) vier Jahre nach dem Fiasko von Athen bereits am zweiten Wettkampftag bei Olympia in Peking zugespitzt.

Noch schlimmer als bei der verpassten Staffel-Medaille kam es für den DSV am Abend, als unter anderem Meeuw und Rupprath über 100m Rücken, Poewe über 100m Brust und auch die 4x100-m-Freistilstaffel im Vorlauf scheiterten. Routinier Rupprath zeigte sich zumindest selbstkritisch und fand deutliche Worte. "Das hat nichts mehr mit Leistungssport zu tun. Das war eine Katastrophe und fürchterlich", sagte Rupprath: "Wir müssen uns bei den Leuten entschuldigen, die zugeschaut haben."

Meeuw denkt nach Rang 19 sogar über einen Rücktritt nach. "Ich weiß noch nicht, was das für mich persönlich für Konsequenzen haben wird", sagte der Frankfurter. Poewe (1:08,69) verlor zudem ihren Europarekord. Zunächst unterbot die Österreicherin Mirna Jukic die Marke von Poewe in 1:07,06 um vier Hundertstel, ehe die Russin Julia Jefimowa im letzten Vorlauf in 1:06,08 nachlegte.

Die 4x100-m-Freistilstaffel der Männer landete beim Weltrekord des US-Quartetts (3:12,23), das dabei sogar Phelps schonte, in 3:17, 99 Minuten auf Rang 15. Zumindest Biedermann überstand über 200 m Freistil als Zehnter den Vorlauf.

Dem DSV halfen auch die Glücksbringer von Verbandspräsidentin Christa Thiel nicht, die der Mannschaft am Eröffnungstag Lebkuchenherzen mit der Aufschrift "Viele Grüße aus Wiesbaden"überreicht hatte. Thiel hatte das Unheil wohl schon kommen sehen und am Vormittag lieber die Wasserballer bei deren Auftaktpartie gegen Serbien (7:11) unterstützt. Biedermann und Christian Kubusch über 400m Freistil, Daniela Samulski über 100m Schmetterling sowie Katharina Schiller über 400m Lagen waren erst gar nicht in den Finals vertreten.

© SID

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