Favoriten sind Philips, STM und Nokia
Commerzbank sieht Dax zum Jahresende bei 8100 Punkten

Die Aktienmarktexperten der Commerzbank Securities rechnen Ende 2001 mit einem Dax-Stand von 8100 Punkten und raten Investoren dazu, im laufenden Jahr europäische Aktien überzugewichten. Verglichen mit den USA gebe es in Europa nicht nur ein höheres Gewinnwachstum der Unternehmen sondern auch zusätzliche Fantasie durch Restrukturierungen, sagte Commerzbank-Securities-Analyst Rolf Elgeti am Montagabend in Frankfurt bei der Vorstellung des Strategieausblick 2001 der Londoner Wertpapieranalyse der Bank.

Reuters FRANKFURT. "2001 wird außerdem ein Jahr sein, wo die Unternehmensgewinne so wichtig wie noch nie für die Aktien sein werden," sagte Elgeti. Bei defensiven Werten sei Vorsicht zur geraten, sagte Elgeti, der Technologieaktien hingegen zum Kauf empfiehlt.

Die Aktienstrategen der Commerzbank rechnen nach den Worten von Elgeti für das laufende Jahr beim allgemeinen Marktumfeld konträr zu vielen Volkswirten mit einer "weichen Landung" der US-Wirtschaft. Beim Euro könne bis Jahresende ein Kurs um die 0,98 $ erwartet werden, sagte Elgeti weiter. Die massiven Kapitalabflüsse aus Europa, die für den schwachen Euro im vergangenen Jahr verantwortlich waren, würden sich im laufenden Jahr verlangsamen und zu einer Erholung des Euro beitragen.

Die strategische Ausrichtung der Aktienexperten sei auf Wachstumstitel aus dem Technologiebereich ausgelegt, während die taktische Ausrichtung eher auf zyklische als auf defensive Titel baue, sagte Elgeti weiter. Besonders hervorzuheben unter den europäischen Technologieaktien seien die Hersteller digitaler Infrastruktur, wobei für die Commerbank-Analysten Philips , STM aber auch Nokia und Ericsson die Favoriten seien. Unter den am Neuen Markt notierten Werten sei besonders Singulus hervorzuheben, sagte Elgeti.

Industrieunternehmen gehörten zu den wichtigsten Aktien des europäischen Restrukturierungsprozesses. Unter diesen Werten sei etwa die Aktie der MAN hervorzuheben. Bei den zyklischen Titeln gehöre Lufthansa zu den "Top-Picks" im laufenden Jahr, wobei ebenfalls Restrukturierungsfantasien eine Rolle spielten. Unterzugewichten seien hingegen defensive Aktien.

Defensive Titel wie Pharma- und Ölaktien waren nach Einschätzung des Commerzbank-Analysten der Zufluchtsort für Anleger gewesen, die unter den Kursverlusten bei den Technologieaktien im vergangenen Jahr gelitten hätten. Sie müssten verkauft werden, wenn erneut in Technologieaktien investiert werde, führte Elgeti weiter aus.

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