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Favoriten überstehen die CL-Qualifikation

Die Favoriten haben die Pflichtaufgabe „Qualifikation“ gelöst - jetzt hoffen sie auf gute Gruppen bei der Auslosung der Fußball-Champions-League.

dpa HAMBURG. Die Favoriten haben die Pflichtaufgabe "Qualifikation" gelöst - jetzt hoffen sie auf gute Gruppen bei der Auslosung der Fußball-Champions-League.

Dass der Grazer AK die Millionen-Einnahmen aus der europäischen Eliteliga durch das Ausscheiden beim FC Liverpool verpasste und nur im Uefa-Pokal antreten darf, geriet angesichts des historischen Erfolgs fast in den Hintergrund. Als erste österreichische Mannschaft überhaupt landeten die Grazer durch das 1:0 einen Sieg in England.

Während Bayern München bei der Auslosung im Grimaldi-Forum von Monaco gesetzt ist, treffen Werder Bremen und Bayer Leverkusen, dessen Weiterkommen schon vor dem Rückspiel bei Banik Ostrau als sicher galt, auf hochkarätige Gegner. "Es ist wichtig, dass wir in Topf eins sind, und uns damit die Kracher aus Spanien, England und Italien erst einmal erspart bleiben", sagte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, dessen Vorfreude schon riesengroß ist: "Man muss davon ausgehen, dass die Champions League dieses Jahr wieder ein Kracher wird."

Beim österreichischen Double-Gewinner Graz stimmten die Verantwortlichen trotz des Ausscheidens überschwängliche Töne an. "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Mir stehen fast die Tränen in den Augen", sagte Trainer Walter Schachner. Präsident Rudi Roth sprach von einem "Jahrhundertspiel" und einem "Sieg für die Ewigkeit". Der Kroate Mario Tokic (54.) hatte mit seinen Treffer für die Sensation gesorgt, doch Liverpool reichte das 2:0 aus dem Hinspiel. "Das Wichtigste ist, dass wir uns für die Champions League qualifiziert haben", sagte Trainer Rafael Benitez.

Der Gala-Auftritt von Stürmer-Star Adriano beim 4:1-Sieg gegen den FC Basel lässt Inter Mailand davon träumen, nach über 15 Jahren endlich wieder einen nationalen Titel zu holen. "Adriano - eine Bestie, ein Wunder. Die Inter-Show hat begonnen", schrieb die "La Gazzetta dello Sport". Mit sieben Toren in sechs Spielen hatte der 22-Jährige Brasilien zum Sieg bei der Südamerika-Meisterschaft geführt. Inter-Trainer Robert Mancini baut fest auf den Angreifer: "Adriano ist großartig. Ich bin ein Glückspilz, ihn in der Mannschaft zu haben."

Während die Mailänder entspannt die Gruppenphase erreichten, musste Sportdirektor Rune Bratseth mit Trondheim in einem wahren Krimi zittern. Trotz Unterzahl ging Maccabi Haifa mit 2:0 in Führung, und nach dem 1:2 im Hinspiel sah es lange so aus, als ob die Israelis die nächste Runde erreichen würden. Mit einem Freistoßtor in der Nachspielzeit rettete Spielmacher Harald Brattbakk die Skandinavier in die Verlängerung, wo sie das Weiterkommen durch ein 3:2 perfekt machten. "Ich kann mir vorstellen, wie sich Haifa jetzt fühlt", meinte Trondheims Trainer Ola By Rise.

Ein Schaulaufen erlebte Trainer Didier Deschamps beim 6:0-Sieg seines AS Monacos gegen NK Gorica aus Slowenien. "Das Weiterkommen war nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus finanzieller Sicht für uns wichtig", sagte Deschamps, der das Team im vergangenen Wettbewerb bis ins Endspiel geführt hatte. Der spanische Erstligist Deportivo La Coruna, zu dem Sportdirektor Ricardo Moar von Hannover 96 zurück gekehrt ist, kam durch ein 3:0 gegen den FC Shelbourne weiter. Angeführt von Aruna Dindane kam der RSC Anderlecht fast mühelos weiter. Der Angreifer von der Elfenbeinküste steuerte beim 3:0 (1:0) gegen Benfica Lissabon zwei Treffer bei.

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