Favoritin Kelly Clark (USA) holt Gold
Sturz statt Medaille: Nicola Thost nur Elfte

Sturz statt Medaille: Vier Jahre nach ihrem überraschenden Triumph von Nagano hat Snowboarderin Nicola Thost das Olympia-Wunder in der Halfpipe nicht wiederholen können. Die Goldmedaillen-Gewinnerin von 1998 musste sich am Sonntag bei den Winterspielen in Salt Lake City nach Patzern in beiden Finalläufen mit dem elften Platz begnügen. Jedoch hatte die 24-Jährige aus Pforzheim auf Grund ihres Verletzungspechs vor Olympia auch nicht viel mehr von sich erwartet.

dpa SALTLAKE CITY. Es siegte die haushohe Favoritin Kelly Clark, die damit den Amerikanern die erste Goldmedaille bei den Spielen im eigenen Land bescherte. Der erst 18 Jahre alte Publikumsliebling gewann in der "Super-Pipe" von Park City mit 47,9 Punkten vor der Weltmeisterin Doriane Vidal aus Frankreich (43,0) und der Schweizerin Fabienne Reuteler (39,7).

Nicola Thost (27,7) hatte nach ihrem Olympiasieg eine wahre Pechsträhne erlebt. Die heute 24-Jährige zog sich zwei Kreuzbandrisse und im Olympia-Winter einen Bruch des linken Handgelenks zu. Erst seit drei Wochen steht sie wieder auf dem Brett. Der Einzug ins Finale von Park City war bereits ein Erfolg. Doch dann hatte sie Pech: Sie stürzte jeweils nach einem Trick und rutschte auf dem Hosenboden abwärts.

Wehr-Hasler hatte Endkampf verpasst

Der zweiten deutschen Starterin, Sabine Wehr-Hasler, blieb während des Finals nur noch das Daumendrücken. Die 34-Jährige hatte im Hoffnungslauf knapp den Endkampf verpasst und kämpfte danach mit den Tränen. "Ich muss ganz schön schlucken", gestand die Sportwissenschaftlerin aus Frankfurt/Main. "Trotzdem: Olympia ist der einzige Wettkampf, wo man sich gut fühlt, wenn man einfach nur dabei ist."

Die Snowboarderin, die schon seit 14 Jahren auf ihrem Schnee-Brett Wettkämpfe bestreitet, lebt mit ihrem Ehemann Patrik Hasler im schweizerischen Märstetten. Hasler ist der deutsche Halfpipe-Bundestrainer und nahm seine Frau im Zielauslauf tröstend in die Arme. Die Weltcup-Zweite aber war trotz des Ausscheidens von ihrer Vorstellung überzeugt: "Ich bin eine sehr technische Fahrerin, die schwierige Tricks bevorzugt, aber heute zählt bei den Preisrichtern eben nur die Höhe." Ihr Gold-Tipp stand deshalb schon vorher fest: "Kelly Clark gewinnt, dahinter ist alles offen."

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