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'FAZ': Schwedens Regierung greift in Sanierungsgespräche um Opel und Saab ein

Die schwedische Regierung greift nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in die Sanierungsverhandlungen um die Autohersteller Opel und Saab ein.

dpa-afx FRANKFURT. Die schwedische Regierung greift nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in die Sanierungsverhandlungen um die Autohersteller Opel und Saab ein. Ministerpräsident Göran Persson treffe sich an diesem Freitag mit der Führungsspitze der Muttergesellschaft General Motors Europe (GM) , meldet das Blatt (Freitagausgabe) unter Berufung aus Unternehmenskreisen. Er wolle das mehrere Mill. Euro ausmachende Rettungspaket für den schwedischen Saab-Standort Trollhättan besprechen.

Das Paket der Regierung umfasse eine Vielzahl von Hilfestellungen, vor allem zur Verbesserung der Infrastruktur. Nach Abschluss der Beratungen mit den Gewerkschaften solle es noch an diesem Wochenende zudem um ein Angebot über Arbeitszeiten und Löhne erweitert werden.

Schwedische Medien berichteten, Saab biete die Ausweitung der Produktion auf 22 Stunden je Tag ohne finanziellen Ausgleich und die verstärkte Genehmigung befristeter Arbeitsverhältnisse an. Offizielle Stellungnahmen gab es laut der Zeitung nicht. Die schwedische Regierung wolle das Paket erst am kommenden Montag veröffentlichen, weil sie vorzeitige Reaktionen der Landesregierung in Hessen oder der Bundesregierung ausschließen wolle.

Standort Bedroht

Die schwedische Regierung wird nach den Angaben aktiv, weil GM angekündigt hat, von 2008 an seine Mittelklasseautos Saab 9-3 und Opel Vectra nur noch an einem Ort fertigen zu lassen. Um den Auftrag streiten das Saab-Werk Trollhättan und das Opel-Werk Rüsselsheim, die beide nicht ausgelastet sind. Dem unterliegenden Standort droht die Schließung der Fahrzeugproduktion.

Von Opel heiße es, Trollhättan versuche nur aufzuholen, was Rüsselsheim längst habe. Am hessischen Standort sei die Infrastruktur schon erstklassig. Für diesen Freitag ist in Rüsselsheim eine Betriebsversammlung geplant, zu der mindestens 10 000 Mitarbeiter erwartet werden, wie es hieß. Sie erhoffen sich Aufklärung zu den Sanierungsverhandlungen.

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