FBI-Ermittler befragten Iraner
Nehm: Häftling wusste nichts von Anschlägen

Die angeblichen Warnungen eines iranischen Abschiebehäftling aus Hannover vor Terroranschlägen in den USA hatten nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft keinen konkreten Hintergrund.

Reuters KARLSRUHE/HANNOVER. Das hätten Vernehmungen des Mannes durch Beamte der Bundesanwaltschaft und der US-Bundespolizei FBI ergeben. "Der Zeuge hatte und hat keine Kenntnisse über die terroristischen Anschläge in den Vereinigten Staaten", teilte Generalbundesanwalt Kay Nehm am Freitag in einer kurzen Erklärung mit. "Seine Warnungen an die US-Behörden beschränken sich auf diffuse Behauptungen über eine Gefährdung des Weltfriedens und der Weltordnung. Einzelheiten konnte er nicht benennen", hieß es in der Mitteilung. Der Iraner sitzt zurzeit in Hannover-Langenhagen in Abschiebehaft. Niedersachsens Justizminister Christian Pfeiffer bestätigte am Freitag, dass er in den Tagen vor den Anschlägen insgesamt 14 Mal mit US-Stellen telefoniert habe, um vor Terrorakten zu warnen.

Nach Angaben aus Justizkreisen nannte der Mann ausdrücklich diese Woche als Datum für Anschläge, die die Weltordnung gefährden würden. Pfeiffer sagte, Inhalte der Telefonate können er nicht nennen, da die Gespräch in Haftanstalten nicht aufgezeichnet würden. Der Iraner habe in der Anstalt als psychisch auffällig und wichtigtuerisch gegolten, sagte der Minister.

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