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FBI glaubt an Amerikaner als Absender der Anthraxbriefe

Die amerikanische Polizei geht nach Informationen des amerikanischen Senders CBS immer mehr davon aus, dass der Absender der Anthrax-Briefe ein nicht-moslemischer Amerikaner ist.

dpa-afx WASHINGTON. Eine mögliche Verbindung zum Terrornetzwerk von Osama bin Laden werde zwar nicht ausgeschlossen, doch gingen die Ermittler eher von einer heimischen Quelle aus, berichtete der Sender am Freitag.

Die Fahnder seien zu dem Schluss gekommen, dass zwei Schreibfehler in einem der mit den gefährlichen Milzbranderregern Anthrax verseuchten Briefe wahrscheinlich mit Absicht gemacht wurden. Nach dem Profil, das die Beamten von dem Absender anfertigten, handele es sich wahrscheinlich um einen "reifen Mann, wahrscheinlich in den USA geboren, einigermaßen gebildet und kein Moslem".

Die "New York Times" berichtete unterdessen von mehreren Pannen bei den Anthrax-Ermittlungen. So habe das Bundeskriminalamt FBI vor wenigen Wochen der Zerstörung von Anthrax-Kolonien an der Universität von Iowa zugestimmt, die nach Ansicht von Wissenschaftlern wichtige genetische Hinweise hätten liefern können. Die Universität wollte die über mehr als 70 Jahre gesammelten Kolonien aus Sicherheitsgründen vernichten. Auch sei die Überprüfung von Labors und Unternehmen, die Anthrax herstellen können, äußerst schleppend angelaufen.

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