FBI sucht Jemeniten mit Steckbrief
US-Regierung: Erhöhte Alarmbereitschaft

Die US-Regierung hat am Dienstag ihre dringende Warnung vor Terroranschlägen gegen die USA erneuert. Justizminister John Ashcroft sagte in San Antonio im US-Bundesstaat Texas, die Bürger sollten "höchste Alarmbereitschaft" zeigen.

afp WASHINGTON. Er nannte kein konkretes Anschlagsziel, sondern forderte von den Bürgern Wachsamkeit "überall". Ashcroft knüpfte damit an eine Warnung des FBI vom Vorabend an. Die US-Bundespolizei hatte vor möglichen Anschlägen in den USA oder auf US-Einrichtungen in Jemen gewarnt. Sie veröffentlichte einen Steckbrief des Jemeniten Fawaz Yahya al-Rabeei, der demnach am Dienstag oder in den kommenden Tagen Anschläge geplant haben könnte.

Bei den Appellen von Ashcroft und FBI handelt es sich bereits um die vierte Warnung dieser Art seit den Anschlägen vom 11. September. Erstmals nannten die US-Behörden dabei aber konkrete Verdächtige. Ermittlungen in Afghanistan und Verhöre von Gefangenen auf der US-Militärbasis Guantánamo in Kuba hätten ergeben, dass al-Rabeii alias Furqan Anschläge geplant haben könnte. Das FBI veröffentlichte ein Foto des in Saudi-Arabien geborenen Jemeniten. Er reise mit einem jemenitischem Pass. Sein derzeitiger Aufenthaltsort sei nicht bekannt. Das FBI führte ein Dutzend weitere Verdächtige auf, die alle als "äußerst gefährlich" einzustufen seien. Auch das FBI machte zu möglichen Anschlagszielen in den USA keine Angaben. Derzeit finden unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen in Salt Lake City die Olympischen Winterspiele statt.

Der Befehlshaber der US-Truppen in Afghanistan, General Tommy Franks, schloss unerdessen bei einem Besuch in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa eine Stationierung von Truppen in Jemen vorerst aus. Auch sei im Rahmen des "Kriegs gegen den Terrorismus" in Jemen keine Operation zur Ergreifung von Mitgliedern des El-Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden geplant. Washington wolle aber die Zusammenarbeit mit Jemen zur Überwachung mutmaßlicher Terroristen in der Region, einschließlich Somalia, verstärken, sagte Franks nach einem Treffen mit Präsident Ali Abdullah Saleh. US-Präsident George W. Bush begrüßte nach Angaben seines Sprechers Ari Fleischer in einem Telefonat mit Saleh die Bereitschaft Jemens zu einer "fortgesetzten Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus".

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