FC Bayern kann Rückstand verkürzen: Bremen lässt zwei Punkte in Schalke

FC Bayern kann Rückstand verkürzen
Bremen lässt zwei Punkte in Schalke

Bundesliga-Tabellenführer Werder Bremen hat seinen Vorsprung am 21. Spieltag nicht ausbauen können. Verfolger Bayern München nutzte die Gunst der Stunde mit einem Sieg gegen den HSV.

HB BERLIN. Der FC Bayern München bleibt Werder Bremen im Rennen um die deutsche Fußball-Meisterschaft auf den Fersen. Während die Bremer mit einer Nullnummer beim FC Schalke 04 die Bundesliga-Tabellenführung nicht aus eigener Kraft ausbauen konnten, gelang den Bayern ein Sieg. Gegen den HSV war Martin Demichelis für das 1:0 verantwortlich und auch dafür, dass der Meister (42) nur noch sieben Punkte Rückstand auf Bremen (49) hat. Der VfB Stuttgart (39) ist nach dem 0:1 beim 1. FC Kaiserslautern abgeschlagen.

Der VfL Bochum fuhr bei Bayer Leverkusen am Samstag einen 3:1-Erfolg ein und stockte sein Punktekonto auf 36 auf. Leverkusen bleibt auf Grund der besseren Tordifferenz aber Vierter vor den Bochumern.

Der VfL Wolfsburg schaffte den ersten Sieg der Rückrunde gegen den TSV 1860 München (3:1) und kletterte auf Platz acht. Hansa Rostock gelang gegen Hannover 96 das gleiche Resultat und verbesserte sich damit auf Rang zehn. Borussia Mönchengladbach konnte beim 2:2 eine Heimniederlage gegen den SC Freiburg und damit den Sturz auf Platz 15 abwenden. Am Tabellenende wird sich erst am Sonntag etwas tun. Dann erwartet Borussia Dortmund den 1. FC Köln und Hertha BSC die Eintracht aus Frankfurt.

Hansa Rostock hat gegen Hannover den fünften Heimsieg der Saison eingefahren. Schon in der zwölften Minute zeichnete Rostocks Schwede Magnus Arvidsson für die 1:0-Führung verantwortlich. Martin Max legte in der 33. Minute per Linksschuss zum 2:0 nach. Der Anschlusstreffer von Hannovers New Yorker Neueinkauf Clint Mathis per Direktabnahme war nur eine Momentaufnahme (38.). Denn der auf das Tor folgende Konter der Rostocker endete mit Maxens zweitem Treffer zum 3:1. Hannovers Neuzugang Abel Xavier ließ der 35-Jährige Stürmer im Endspurt einfach stehen.

Mönchengladbach hat sich für die 1:4-Hinrundenpleite gegen den SC Freiburg revanchieren können. Zu Beginn der Partie hatte es nicht danach ausgesehen, als die Gladbacher zwei hundertprozentige Torchancen nicht nutzen konnten. Die Strafe folgte in der 20. Minute durch Freiburgs Ellery Cairo, der das 1:0 erzielte. Bruno Berner erhöhte fünf Minuten nach der Pause auf 2:0. Nur neun Sekunden war Tomislav Maric auf dem Platz, als er einen Foulelfmeter für Gladbach herausholte, um diesen dann auch gleich selbst zu verwandeln (57.). Nur zwei Minuten später gelang Jonas Kolkka der 2:2-Ausgleich.

Der VfB Stuttgart hat auch in Kaiserslautern seine derzeitige Krise in der Liga nicht beenden können. Einen steilen Pass von Marian Hristov verwandelte Lauterns Jose Dominguez bereits in der 5. Minute zum 1:0. In der Folgezeit machte Stuttgart mehr Druck. Bis zur Pause brachten die Schwaben es auf elf, die Lauterer nur auf drei Torschüsse. In der zweiten Halbzeit nutzte den Stuttgartern der Sturmlauf nichts, denn Lauterns Torwart Tim Wiese parierte immer wieder hervorragend.

Die erste Hälfte in der ausverkauften Arena AufSchalke verlief ausgeglichen. Die Schalker aber auch die Bremer hatten hochwertige Chancen. Kurz vor der Pause hätte Jungstar Michael Delura für Schalke die Führung schießen können (46.). In der zweiten Hälfte drehten die Bremer auf, konnten das Ergebnis aber nicht mehr vollends zu ihren Gunsten entscheiden.

Bochum spielte in Leverkusen in der ersten Halbzeit auf, als sei es ein Heimspiel. Im Laufe des ersten Durchganges fanden die Leverkusener nicht zu ihrem Spiel, während sich die VfL-Profis immer besser aufeinander einstellten.

Sieben Minuten nach der Pause wurden die Bochumer belohnt. Einen abgefälschten Freistoß von Martin Meichelbeck konnte Keeper Jörg Butt nicht halten. Nur zwei Minuten später gelang Dariuz Wosz per Freistoß das 2:0. In der 60. sorgte Levekusens Dimitar Berbatow für den Anschluss, nur zehn Minuten danach flog Juan mit Rot vom Platz und Leverkusen musste mit neun Feldspielern auskommen. Prompt nutzte Mamadou Diabang die Überzahlsituation zum 3:1 für Bochum.

Im 78. Duell der Hamburger mit dem FC Bayern dominierten die Hanseaten in der ersten Hälfte. Nur brachten sie kein Tor gegen die schwachen - ohne Michael Ballack und Oliver Kahn angetretenen - Bayern zustande. Der 19 Jahre alte Michael Rensing machte im Tor des Fußball-Meisters sein erstes Bundesliga-Spiel. Viel bekam er aber nicht zu tun, wie auf der anderen Seite Torwart Martin Pieckenhagen. Erst drei Minuten vor Schluss sorgte Martin Demichelis für den Münchner Sieg. Er verwandelte einen Rückpass von Roque Santa Cruz trocken.

Nach bisher drei Niederlagen in der Rückrunde hat der VfL Wolfsburg gegen 1860 München endlich den ersten Sieg feiern können. Für Wolsfsburg sorgte Marino Biliskov per Kopfball für das 1:0 (10.). Keine zehn Minute später jubelten die Wolfsburger Fans erneut, als Andres D'Alessandro zum 2:0 traf. Doch 1860 sorgte sofort für den Anschluss. Einen abgefälschten Freistoß von Markus Weissenberger konnte Wolfsburgs Keeper Sead Ramovic nicht parieren (21.). Als Wolfsburgs Diego Fernando Klimowisz in der 62. Minute sein zehntes Saisontor erzielte, brachte das die Niedersachsen endgültig auf die Siegerstraße.

Borussia Dortmund ist derzeit bestrebt, wenigstens die Mannschaft um Trainer Matthias Sammer aus den Schlagzeilen zu bringen. Mit einem Sieg gegen Köln könnten die Spieler ihren Beitrag dazu leisten. Der katastrophale Auftritt in der Hinrunde dient als mahnendes Beispiel. «Gegen Köln haben wir einiges gutzumachen», fordert Sportdirektor Michael Zorc. "Damit wenigstens sportlich alles wieder im Lot ist."

In Köln ist man davon noch weit entfernt. «Es geht ums Überleben», so Mittelfeldspieler Florian Kringe. Das Tabellenschlusslicht muss unbedingt punkten, um den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht noch größer werden zu lassen. Denn die Konkurrenten im Abstiegskampf haben allesamt in den letzten Wochen vorgelegt.

Mit dem dritten Sieg in Folge will sich die Berliner Hertha endgültig von den Abstiegsrängen absetzen. Nach dem Einbruch in der zweiten Halbzeit in Freiburg bleibt man in Berlin aber vorsichtig. «Ich warne jetzt vor Euphorie», so Kapitän Dick van Burik. «Das ist das Letzte, was wir gebrauchen können.»

Auf eine Euphoriewelle hofft dagegen der Aufsteiger aus Frankfurt. Die ersten drei Saisonspiele haben die Hessen nun schon nicht verloren. Das soll auch so bleiben. Die Serie gibt Auftrieb. «Wir haben in der Rückrunde bislang richtig gut Fußball gespielt, sind sehr engagiert bei der Sache», so Mittelfeldspieler Henning Bürger.

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