FC Bayern sorgt sich
Kahn sieht jetzt klarer

Entwarnung für den Nationaltorhüter und den FC Bayern: Augenärzte haben offenbar die Quelle für Kahns mysteriöse Augenkrankheit gefunden. Sein Einsatz gegen Leverkusen ist aber noch nicht endgültig gesichert.

HB MÜNCHEN. "Ich denke schon, dass man jetzt weiß, dass es eine ziemlich starke Entzündung ist, gegen die man mit gewissen Dingen vorgehen kann", sagte der Torhüter des deutschen Fußball- Meisters FC Bayern München am Freitagnachmittag dem Fernsehsender N24, nachdem er von Augenärzten untersucht worden war. Am Samstag werde er höchstwahrscheinlich die Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen bestreiten können, betonte Kahn.

Noch am Freitagvormittag hatte der FC Bayern wegen der Erkrankung des Mannschafts-Kapitäns gerätselt. Die Augenärzte wüssten noch nicht, "was los ist", hatte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem Mannschaftstraining gesagt.

Die Sehschwäche des Torhüters war zuletzt vor dem Champions- League-Spiel am Mittwoch gegen Celtic Glasgow (2:1) aufgetreten. Kahn fürchtete laut "Bild"-Zeitung sogar, nicht spielen zu können. Eine kurzfristige Akupunkturbehandlung bei einem Heilpraktiker stellte seinen Einsatz gegen die Schotten sicher. Beim Aufwärmen trug er als Vorsichtsmaßnahme ein Stirnband. "Wenn Schweiß in die Augen läuft, verschlimmert das die Entzündung", erklärte Hitzfeld.

"Wenn du dich permanent vor dem Spiel damit auseinander setzen musst, konzentrierst du dich nicht mehr darauf, gegen wen du spielst, sondern bist viel zu stark mit dir selbst beschäftigt. Das ist natürlich eine Belastung", beschrieb Kahn im Fernsehsender Sat.1 seinen Gesundheitszustand. "Ich habe das ein bisschen auf die leichte Schulter genommen. Und jetzt geht mir das unheimlich an die Substanz", sagte Kahn der "Bild"-Zeitung.

Schon vor dem EM-Qualifikationsspiel am 11. Juni gegen die Färöer Inseln war Kahn mit Heuschnupfen und Bindehautentzündung angereist und hatte sich zur Halbzeitpause durch den Schalker Frank Rost ablösen lassen. Medikamentöse Maßnahmen verschafften nur kurzzeitig Linderung, aber Kahn gönnte sich keine Pause, zumal bei Bayern sein Stellvertreter Michael Rensing mit Gehirnerschütterung und Schleudertrauma ausfiel.

Die Entzündung ist offenbar auch die Ursache für die Ohrenprobleme bei Kahn. Schon mehrfach musste ihm das Trommelfell durchstochen werden, um die dahinter aufgestaute Flüssigkeit ablaufen zu lassen.

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