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FC Bayern überlässt Entscheidung der Uefa

Der Champions-League-Auftakt des FC Bayern München bei Maccabi Tel Aviv sorgt weiter für Wirbel. Der deutsche Fußball-Rekordmeister sieht aber auch nach den jüngsten Attentaten in Israel keine Veranlassung, auf eine Verlegung der Partie zu drängen.

dpa MÜNCHEN. Der Champions-League-Auftakt des FC Bayern München bei Maccabi Tel Aviv sorgt weiter für Wirbel. Der deutsche Fußball-Rekordmeister sieht aber auch nach den jüngsten Attentaten in Israel keine Veranlassung, auf eine Verlegung der Partie zu drängen.

"Wir akzeptieren die Entscheidung der Uefa hinsichtlich Spielort und Anstoßzeit", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Die für den 15. September angesetzte Partie hatte zuletzt sogar den deutschen Außenminister Joschka Fischer und Israels Premier Ariel Scharon beschäftigt. Wegen des jüdischen Neujahrsfestes war sie um einige Stunden auf 17.30 Uhr (Mesz) vorverlegt worden.

Auch die schwersten Anschläge in Israel seit einem halben Jahr mit 16 Todesopfern am Dienstag hätten die Lage nicht verändert, hieß es beim FC Bayern. "Mir ist nicht bekannt, dass es eine neue Situation gibt", sagte Felix Magath. Der Trainer hatte nach der Auslosung sein Unbehagen geäußert, in Israel antreten zu müssen. Erst seit wenigen Monaten tragen die israelischen Vereine und die Nationalmannschaft ihre Heimspiele wieder im eigenen Land aus. Zuletzt hatten sie wegen der kritischen Sicherheitslage nach Zypern oder Malta ausweichen müssen.

Die Uefa hielt weiter an dem Termin fest. Weder die Anschläge, noch anhaltende Beschwerden seitens der Gastgeber könnten daran etwas ändern, bestätigte ein Sprecher. Wegen der religiösen Bedeutung des Tages drängen die Israelis weiter auf eine Vorverlegung der Partie auf den 14. September. Der jetzige Termin sei "schlimmer" als die ursprüngliche Spielzeit, da zu diesem Zeitpunkt die Fans in der Synagoge seien, so Maccabi-Vorsitzender Loni Herzikovic.

Nach einem Beitrag der Zeitung "Haaretz" habe Herzikovic mit Rummenigge bereits Einigkeit über eine Verlegung erzielt und auch der TV-Sender Premiere habe zugestimmt, hieß es. Der FC Bayern wollte sich dazu jedoch nicht äußern.

Laut der "Süddeutschen Zeitung" planen Maccabi Tel Aviv und der israelische Fußballverband einen Einspruch gegen die Anstoßzeit beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Dort war jedoch noch keine Beschwerde eingegangen. "Uns liegt bislang kein Antrag aus Israel vor. Grundsätzlich besteht aber die Möglichkeit, Terminfragen klären zu lassen", sagte ein CAS-Sprecher.

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