FC Bayern zählt die meisten Verletzten
Metzelder wird immer mehr zur tragischen Figur

Vor dem Start in die Bundesliga-Saison 2004/2005 beklagen die Fußball-Klubs trotz der Zusatzbelastung durch die Euro 2004 so wenig Verletzte wie lange nicht mehr. Für den Dortmunder Abwehrspieler ist das aber kein Trost. Ein Ende seiner Leidensgeschichte ist nicht in Sicht.

HB HAMBURG. Nach Stand von Dienstag fallen nur knapp drei Dutzend der rund 450 Profis zum Auftakt der 42. Spielzeit am Wochenende verletzt aus. Zum Vergleich: Nach der Europameisterschaft vor vier Jahren fehlten noch fast 50 Fußballer, nach der Weltmeisterschaft 2002 waren es sogar 52 Akteure.

Die Rekordzahl an Verletzten gibt es bei Rekordmeister FC Bayern München. Ob aber Willy Sagnol (Armbruch), Bastian Schweinsteiger (Knieoperation), Claudio Pizarro (Schädeloperation), Robert Kovac (Muskelfaserriss), Paulo Guerrero (Bänderriss im Knie) oder Alexander Zickler (Schienbeinbruch) zum Saisonauftakt beim Hamburger SV überhaupt aufgelaufen wären, ist fraglich. Schwerwiegender wäre da schon ein Ausfall Sebastian Deislers, der sich im Liga-Pokal-Finale gegen Werder Bremen (3:2) am Knie verletzte. "Das war eine kleine Risswunde, die genäht werden musste. Das ist halb so schlimm", sagte der Mittelfeldakteur und gab damit Entwarnung.

Der wohl tragischste Fall der Liga ist der von Christoph Metzelder (Borussia Dortmund). Aus dem Märchen des wundersamen Aufstiegs vom Regionalliga-Kicker zum Vize-Weltmeister ist längst eine Leidensgeschichte mit ungewissem Ausgang geworden. Zum letzten Mal stand der 23-Jährige am 22. März 2003 in der Bundesliga auf dem Rasen. "Irgendwann wird man mich wieder sehen. Wann, weiß ich nicht", sagte der zwei Mal an der Achillessehne operierte Manndecker in der Vorbereitung. Vermutlich wird er die gesamte Hinrunde ausfallen. Christian Wörns (Achillessehnenprobleme) und Rekonvaleszent Otto Addo sind zum Start nicht dabei.

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