FC Brügge eine „harte Nuss“ für Stuttgart
VfB spielt um das Weihnachtsgeld

Nachdem die Lehrlinge des VfB Stuttgart bei ihren letzten Bewährungsproben in der Bundesliga durchgefallen sind, hoffen sie im Uefa-Pokal nun auf ihr Gesellenstück. Der Anreiz ist groß genug: Wenn die Schwaben am Donnerstag (20.30 Uhr/ZDF) das Drittrunden-Rückspiel gegen den FC Brügge überstehen, erhalten die Spieler zum ersten Mal in dieser Saison jeweils eine Prämie in Höhe von geschätzten 7 000 ?.

HB/dpa STUTTGART. Mit dem Einzug ins Achtelfinale kann der mit 16,6 Mill. ? verschuldete VfB zudem im nächsten Jahr auf fette Einnahmen hoffen. Trotz des 2:1-Hinspielerfolgs ist Trainer Felix Magath ein bisschen bange. "Wir müssen noch einmal Höchstleistung bringen", warnte er seine Mannschaft. "Das ist sicher nicht mit nur 80 oder 90 % zu wuppen."

Bisher fielen die Zahltage für den VfB bescheiden aus: Gegen den FK Ventspils und Ferencvaros Budapest blieben dem Verein nur gut 300 000 ?. Wie hoch die Einnahmen aus der dritten Runde sein werden, konnte Sportdirektor Rolf Rüssmann noch nicht sagen. Für die Mannschaft wird es in diesem Jahr jedenfalls keine weiteren Sonderzahlungen geben. "Für das erfolgreiche Bestehen dieser Runde gibt's eine Prämie. Alles Weitere ist im Moment kein Thema", sagte Rüssmann.

Magath hat allen Grund zur Vorsicht. Der FC Brügge kommt als souveräner belgischer Tabellenführer (13 Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage) und mit der Empfehlung eines 2:1-Sieges gegen den RSC Anderlecht. "Das zeigt, dass Brügge in der Lage ist, das Ding hier zu drehen", sagte der VfB-Coach. "Das wird eine harte Nuss für uns. Wir müssen noch einmal Höchstleistung bringen." Nach den Lehrstunden in Bremen und gegen den FC Bayern München ist das Selbstvertrauen der Stuttgarter etwas angeknackst. Magath: "Niederlagen sind nie gut fürs Selbstvertrauen, aber das brauchen wir am Donnerstag unbedingt."

Die Stuttgarter können wieder auf Jochen Seitz (Grippe) und wahrscheinlich auch auf Zvonimir Soldo (Adduktorenverletzung) setzen. Vor allem der kroatische Kapitän wurde zuletzt schmerzlich vermisst. "Er wird beruhigend auf die anderen Spieler wirken", meinte Magath. Der VfB rechnet - im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Heimspielen im Europacup - mit einer stimmungsvollen Kulisse und mindestens 25 000 Zuschauern. Deshalb hofft der Trainer im letzten Heimspiel des Jahres, "dass wir zusammen ein Fußballfest feiern können".

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