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FCK gewinnt Derby mit 3:0 gegen Freiburg

Der 1. FC Kaiserslautern hat vor allem dank Ioannis Amanatidis den Anschluss an das Mittelfeld der Fußball- Bundesliga hergestellt und die Abstiegsnot beim Südwest-Rivalen SC Freiburg drastisch verschärft.

dpa KAISERSLAUTERN. Der 1. FC Kaiserslautern hat vor allem dank Ioannis Amanatidis den Anschluss an das Mittelfeld der Fußball- Bundesliga hergestellt und die Abstiegsnot beim Südwest-Rivalen SC Freiburg drastisch verschärft.

Der Grieche schoss in einem phasenweise dürftigen Derby vor nur 30 741 Zuschauern die Pfälzer mit einem Doppelpack in Führung, ehe der ehemalige Freiburger Ferydoon Zandi in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 3:0 (1:0)-Erfolg der Hausherren setzte. Mit dem dritten Heimsieg nacheinander verschafften sich die Lauterer zwar ein wenig Luft zu den Abstiegsrängen, eine Knieverletzung von Torwart Tim Wiese trübte allerdings die Freude. Der Keeper soll am (morgigen) Sonntag genauer untersucht werden.

Für die Breisgauer steht nach der neunten Pleite in den vergangenen zehn Spielen und der schwindenden Aussicht auf den Klassenverbleib dagegen Frustbewältigung in den nächsten Tagen an. "Die Spieler werden zwei, drei Tage brauchen, damit sie das Spiel aus dem Kopf kriegen", sagte Coach Volker Finke. "Wir sind aber nicht mit 3:0 an die Wand gespielt worden, wie es das Ergebnis vermuten lässt."

So drohte zwar für Freiburg nach nur drei Minuten das erste Mal Ungemach, aber der nach überstandener Grippe ins Team zurückgekehrte Carsten Jancker scheiterte am herausstürmenden Torwart Richard Golz. Danach war es mit der Herrlichkeit der Gastgeber allerdings ebenso schnell wieder vorbei. Angesichts des Resultats und einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte war FCK-Coach Kurt Jara nach seinem 100. Bundesligaspiel aber vollauf zufrieden: "Wir wollten drei Punkte und wir haben sie. Darüber sind wir sehr froh. Der Erfolg war absolut verdient, das Engagement der Mannschaft hervorragend."

Dennoch: In der ersten Hälfte leisteten sich die Lauterer Fehlpässe en masse, dem ebenfalls verunsicherten Gegner gewährten sie zu viel Raum. Sogar die eigenen Zuschauer pfiffen das Team phasenweise aus. Besänftigt wurden sie dann allerdings durch Amanatidis' zweiten Saisontreffer. Aus zwölf Metern ließ der Grieche Goalie Golz keine Chance. Und Freiburg? Die personell geschwächten Gäste - Innenverteidiger Boubacar Diarra musste wegen Kniebeschwerden passen - hatten durch Ibrahim Tanko in der neunten Minute die beste Chance. Wiese war aber auf dem Posten. Ein Schuss von Alexander Iaschwili (34.) streifte knapp am Tor vorbei.

Mehr Schwung bei den Gastgebern sollte in der zweiten Hälfte Ciriaco Sforza bringen. Der Schweizer kam nach anderthalbjähriger Verletzungspause (Achillessehne) erstmalig wieder auf dem heimischen Betzenberg zum Einsatz. Sforza fand sich prima ein und lupfte den Ball in der 53. Minute auf Jancker. Doch der Ex-Nationalspieler stolperte über die eigenen Füße. Neun Minuten später kam dann das Aus von Wiese, der sich beim Herauslaufen am Knie verletzte, vom Feld getragen und durch den routinierten Thomas Ernst ersetzt wurde. Der 36-Jährige hielt Sekunden darauf mit einer Glanzparade gegen Iaschwili den Sieg bereits fest, ehe Amanatidis und Zandi den Erfolg perfekt machten.

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