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FCK gewinnt historisches Derby - 2:0 gegen Mainz

Der 1. FC Kaiserslautern hat das erste rheinland-pfälzische Fußball-Derby der Bundesliga-Geschichte gewonnen und sich fünf zusätzliche Tage Weihnachtsurlaub verdient.

dpa KAISERSLAUTERN. Der 1. FC Kaiserslautern hat das erste rheinland-pfälzische Fußball-Derby der Bundesliga-Geschichte gewonnen und sich fünf zusätzliche Tage Weihnachtsurlaub verdient.

Gegen Aufsteiger FSV Mainz 05 feierten die "Roten Teufel" einen hochverdienten 2:0 (1:0)-Erfolg und sammelten damit schon vor dem letzten Hinrundenspiel bei Meister Werder Bremen die 20 Punkte, die Trainer Kurt Jara zur Bedingung für eine Verlängerung der freien Tage bis ins neue Jahr gemacht hatte.

Im mit 46 115 Zuschauern erstmals in dieser Saison ausverkauften Fritz-Walter-Stadion brachte ausgerechnet der ehemalige FCK-Jugendspieler Mathias Abel die Mainzer mit einem Eigentor in der 19. Minute ins Hintertreffen. Der Pole Kamil Kosowski (59.) besiegelte mit seinem ersten Bundesliga-Tor im 31. Spiel den vierten Heimsieg in Serie für die Pfälzer, die in Spielmacher Ciriaco Sforza ihren überragenden Akteur hatten. "Was die erste Mannschaft speziell in der ersten Halbzeit gespielt hat, war hervorragend. Das war Leidenschaft und sehr guter Fußball", bilanzierte Jara: "Die Heimspielsiege geben Selbstvertrauen. Jetzt haben wir unser Minimalziel erreicht und können nach vorn schauen."

Bei Mainz ist hingegen nach der fünften Auswärtspleite in Folge von der Anfangseuphorie nicht mehr viel übrig. "Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen müssen. Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Mannschaft so nervös war", ärgerte sich Clubchef Harald Strutz. Im "besondersten Spiel des Jahres", so FSV-Trainer Jürgen Klopp, agierten seine Schützlinge erst ängstlich und nach dem Rückstand zunehmend fahrig. Kaiserslautern war die klar bessere Mannschaft und hätte den Sieg eigentlich schon zur Pause perfekt machen müssen.

Vor allem Ex-Nationalspieler Carsten Jancker vergab kläglich selbst beste Chancen. Erst köpfte er den Ball aus drei Metern zwei Meter am Tor vorbei (15.), dann ließ er sich den Ball von Abel vom Fuß nehmen (25.), und schließlich spielte er den Ball freistehend vor Dimo Wache dem Mainzer Torhüter direkt in die Arme.

So mussten die FCK-Fans fast eine Stunde bis zur Vorentscheidung durch Kosowski zittern. Wegbereiter war mit einem Traumpass der Schweizer Sforza, der nach 18 Monaten erstmals wieder in einem Heimspiel in der Startaufstellung stand und das Vertrauen rechtfertigte.

Die Gäste wachten erst nach dem 0:2 etwas auf, doch selbst Klopps ungewöhnlicher Motivationsversuch fruchtete nicht mehr. Als der Coach in der 74. Minute nach einem Tritt gegen die Werbebande von Schiedsrichter Wolfgang Stark auf die Tribüne geschickt wurde, wählte er den Weg über den Platz auf die Gegengerade - und mobilisierte demonstrativ noch einmal die mitgereisten 17 000 Mainzer Fans.

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