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FCK verschärft mit 2:1 Trainer-Diskussion beim HSV

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit dem zweiten Saisonsieg hintereinander vorerst ein wenig Luft zu den Abstiegsrängen verschafft und zugleich die Diskussion um Trainer Klaus Toppmöller beim Hamburger SV drastisch verschärft.

dpa KAISERSLAUTERN. Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit dem zweiten Saisonsieg hintereinander vorerst ein wenig Luft zu den Abstiegsrängen verschafft und zugleich die Diskussion um Trainer Klaus Toppmöller beim Hamburger SV drastisch verschärft.

Die Pfälzer bezwangen die Mannschaft des ehemaligen FCK-Torjägers in einem spannenden, aber niveauarmen Spiel vor 32 502 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion knapp mit 2:1 (1:0). Die Neuzugänge Ferydoon Zandi (17./Foulelfmeter) und Marco Engelhardt (55.) sorgten am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga für den ersten Heimsieg der Pfälzer. Für HSV-Coach Toppmöller dürfte es trotz des Anschlusstreffers von Raphael Wicky (64.) nach der vierten Niederlage nun ganz eng werden.

Toppmöller haderte nach dem Spiel vor allem mit dem an Carsten Jancker verursachten Strafstoß. "Wir sind völlig ungerechtfertigt in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit waren wir klar besser. Wir haben eine große Chance verpasst", meinte der sichtlich mitgenommene Coach, der noch einmal klarstellte, dass "ich gern Trainer beim HSV bin". Kollege Kurt Jara war hingegen die Erleichterung anzumerken. "Alle Spieler haben ein kämpferisch sehr gute Leistung gebracht und sich den Sieg verdient. Wir haben den Anschluss geschafft und sind darüber sehr glücklich", sagte der Österreicher.

Trotz Veränderungen auf drei Positionen gegenüber dem 0:2 in der Vorwoche beim VfB Stuttgart traten die Gäste aber nicht überzeugend auf. Engagement ja, spielerische Klasse nein. Zudem vergab Stürmer Emile Mpenza (5.) gleich eine Top-Chance kläglich. Mehr hatten die Hanseaten von Toppmöller, der an alter Wirkungsstätte unbedingt gewinnen wollte, im ersten Spielabschnitt nicht zu bieten.

Dagegen überzeugte die Mannschaft von Trainer Jara, der pikanterweise vor einem Jahr nach einem 0:4 auf dem Betzenberg beim HSV rausgeflogen war und den Toppmöller dann beerbte hatte, läuferisch. Der agile Engelhardt versuchte, im Mittelfeld die Fäden zu ziehen. In der 7. Minute hatte er mit einem Pfostenschuss Pech.

Zehn Minuten später wurde Jancker von Bastian Reinhardt geklammert und Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne/Westfalen) entschied auf Strafstoß. Souverän nutzte Zandi die Gelegenheit zu seinem zweiten Saisontreffer. Doch bis auf eine Möglichkeit von Halil Altintop (38.) konnten sich auch die Lauterer, bei denen Kamil Kosowski anstelle von Ex-Nationalspieler Christian Nerlinger in der Anfangsformation stand, nicht mehr nennenswert in Szene setzen.

Für Totalausfall Mpenza brachte Toppmöller gleich nach der Pause den erst 17-jährigen Mustafa Kucukovic. Der Angreifer aus dem HSV - Regionalliga-Team konnte bei seinem zweiten Erstliga-Auftritt jedoch auch nichts ausrichten. Dafür scheiterte Torschütze Zandi per Freistoß (53.) an HSV-Keeper Martin Pieckenhagen. 120 Sekunden später nickte Engelhardt den Ball nach einer Ecke ins Tor und sorgte für die Vorentscheidung. Wicky sorgte mit seinem unhaltbaren Distanzschuss dann allerdings noch einmal für eine äußerst spannende Schlussphase.

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