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FC Valencia droht Nachspiel vor der Uefa

Der 2:0-Sieg von Werder Bremen in der Champions-League-Partie beim FC Valencia wird wahrscheinlich ein Nachspiel vor der Europäischen Fußball-Union (Uefa) haben.

dpa MADRID. Der 2:0-Sieg von Werder Bremen in der Champions-League-Partie beim FC Valencia wird wahrscheinlich ein Nachspiel vor der Europäischen Fußball-Union (Uefa) haben.

Vor allem dem spanischen Fußballmeister, dessen Spieler in der chaotischen Schlussphase reihenweise die Nerven verloren hatten, drohen saftige Strafen. Valencias Trainer Claudio Ranieri könnte nach spanischen Presseberichten wegen "Aufrufs zur Gewalt" zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Italiener sagte über den schwedischen Schiedsrichter: "Anders Frisk hat alle nervös gemacht. Jetzt verstehe ich auch, weshalb sie ihm in Rom den Kopf gespalten haben." Ranieri bezog sich damit auf einen Zwischenfall im römischen Olympiastadion, bei dem Frisk von einem Wurfgeschoss getroffen worden war und eine blutige Platzwunde am Kopf erlitten hatte.

Am Tag nach dem Spiel bedauerte der Trainer seine Äußerungen und entschuldigte sich. "Ich habe mich von der aufgeheizten Atmosphäre mitreißen lassen", sagte der Italiener. "Anders Frisk ist ein ausgezeichneter Referee. Ich bitte ihn um Entschuldigung."

Auf dem Rasen des Mestalla-Stadions gab es in den Schlussminuten, als die Niederlage Valencias feststand, eine Serie handfester Rangeleien. "Dieses Spiel wird dem Disziplinarausschuss der Uefa noch viel Arbeit bereiten", prophezeite das Sportblatt "Marca". Valencias Mittelfeldspieler Miguel Angel Angulo spuckte nach seinem rüden Foul an Nelson Valdez und seinem Platzverweis in Richtung eines Bremers. Vicente und Ismael wurden handgreiflich. Der Bremer Tim Borowski wurde in der spanischen Presse beschuldigt, dem Publikum den Stinkefinger gezeigt zu haben. Aus dem Publikum flogen Wurfgeschosse auf den Platz.

Die Valencianer erklärten ihre Ausraster damit, dass die Bremer sich mit Gesten über die spanischen Fans lustig gemacht hätten. Vor allem der Jubel der Werder-Spieler nach dem 1:0 wurde als Verhöhnung des Publikums empfunden. "Meine Spieler wollten ihre Fans vor den Gesten der Deutschen verteidigen", sagte Ranieri.

Mittelfeldspieler Rubén Baraja betonte: "Die Bremer haben uns provoziert, aber wir hätten in diese Falle nicht tappen dürfen." Sein Teamkamerad Carlos Marchena meinte: "Die Bremer ließen jeden Respekt vor dem Publikum fehlen. So etwas darf man nicht tolerieren." Allerdings ging die spanische Presse mit dem Meister hart ins Gericht. "Die Valencianer gaben ein peinliches Bild ab", urteilte "Marca".

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