FDA-Ausschuss bestätigt
Bayers Levitra macht keine Herz-Probleme

Ein Beratungsausschuss der US-Gesundheitsbehörde FDA hat der Potenzpille Levitra des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns Bayer sowie des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline am Donnerstag bescheinigt, keine Verbindung zu einem bestimmten Herzproblem zu haben.

Reuters SILVER SPRING. Der Ausschuss hatte diskutiert, ob das Konkurrenzprodukt zu dem von Pfizers vermarkteten Viagra Herzrhythmusstörungen verursachen könne. Anfang März hatte die Europäische Kommission Levitra für Europa zugelassen. Der Marktstart in Deutschland für das Mittel war Mitte März. Mittlerweile ist Levitra bereits in mehr als 20 Ländern zugelassen. In den USA sollen einmal 60 Prozent des Levitra-Umsatzes erzielt werden.

Eine Bayer-Sprecherin hatte Anfang April erklärt, die Anforderung weiterer klinischer Daten sei Teil einer grundsätzlichen Genehmigung gewesen, die Levitra durch die FDA bereits im vergangenen Jahr erhalten hatte. Die FDA habe ein Treffen für den 29. Mai angesetzt, um wissenschaftliche Aspekte des Medikaments zu diskutieren. "Die FDA möchte Informationen über die Effekte gewinnen, die das Mittel auf das Elektrokardiogramm bei einem Patienten hat", sagte sie.

Das Medikament ist einer der Lichtblicke in der Pharmasparte von Bayer, die nach dem Rückzug des Cholesterinsenkers Lipobay unter Druck geraten war. Bayer erwartet nach früheren Angaben mit seinem Potenzmittel mit dem Wirkstoff Vardenafil einen maximalen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

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