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FDA plant Treffen mit britischen Kollegen wegen Probleme bei Chiron

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA will sich am kommenden Donnerstag mit der zuständigen britischen Behörde Mhra wegen des Produktionsstopps für das amerikanische Biotech-Unternehmen Chiron treffen. Dies sagte der amerikanische Minister für Gesundheit Tommy Thompson auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in den USA.

dpa-afx BOSTON. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA will sich am kommenden Donnerstag mit der zuständigen britischen Behörde Mhra wegen des Produktionsstopps für das amerikanische Biotech-Unternehmen Chiron treffen. Dies sagte der amerikanische Minister für Gesundheit Tommy Thompson auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in den USA.

Am Dienstag hatte die britische Pharma-Aufsichtsbehörde Mhra (Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency) Chiron die Lizenz zur Produktion des Grippeimpfstoffs "Fluvirin" in einem Betrieb in Liverpool für drei Monate entzogen. Diese Impfstoff-Fabrik versorgt den US-Markt fast zur Hälfte. Die britische Aufsichtsbehörde habe betont, dass das Chiron-Produktionsverfahren nicht mit den britischen Vorschriften im Einklang stehe. Neben "Fluvirin" stellt Chiron auch die Grippeimpfstoffe "Agrippal", "Begrivac" und "Fluad" her.

Grosse Sorge IN DEN USA VOR Engpass IN Bevorstehender Grippesaison

In Amerika herrscht nach Aussage von Regierungsmitgliedern große Sorge vor einem Engpass in der bevorstehenden Grippesaison, denn rund die Hälfte der Vorsorgung bricht nun fast ersatzlos weg. Wegen des Produktionsstopps erwägt die US-Regierung nun die Grippemittel zu rationieren. Vor dem Stopp für Chiron sollte das Unternehmen in der Grippesaison 2004-2 005 48 Mill. Dosen für den US-Markt liefern. In der Zwischenzeit hat sich der einzige größere alternative Hersteller von Grippeimpfstoff, Sanofi-Aventis, bereit erklärt, für den US-Markt eine zusätzliche Dosis von einer Million auf nunmehr 55,4 Mill. zu liefern.

Chiron hatte nach der Hiobsbotschaft seine Gewinnprognose für dieses Jahr von 1,50 bis 1,60 Dollar drastisch auf nur noch 35 bis 45 Cent gesenkt. Im New Yorker Handel stürzte die Aktie am Dienstag um 16,38 Prozent auf 37,98 Dollar ab. Von diesem Kursverlust erholte sich die Aktie um 0,9 Prozent auf 38,32 Dollar. Chiron gehört neben Merck & Co, Aventis Pasteur und Glaxosmithkline zu den vier größten Herstellern von Impfstoffen. Impfstoffe sind das mit Abstand größte Geschäftsfeld von Chiron und steuerten 2003 rund 39 Prozent vom Gesamtumsatz in Höhe von 1,75 Mrd. Dollar bei.

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