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FDP hat sich nach zurückgemeldet

Nach achtjähriger Pause hat sich die FDP mit einem zweistelligen Ergebnis in den Landtag von Sachsen-Anhalt zurück gemeldet.

dpa MAGDEBURG. Bereits im Jahr 2000 erhielten die Freidemokraten Auftrieb mit dem guten Abschneiden bei den Landtagswahlen in Schleswig- Holstein und Nordrhein-Westfalen. Nach dem Machtverlust im Bund 1998 hatten die Freien Demokraten zunächst einige Wahlschlappen hinnehmen müssen.

In Hessen hatte die FDP 1999 trotz Einbußen ihre alte Funktion als Mehrheitsbeschaffer knapp wahrnehmen können. Nach weiteren mäßigen Ergebnissen ging es 2000 aufwärts: In Schleswig- Holstein (7,6 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (9,8) verdrängte die FDP die Grünen von Platz drei, ebenso 2001 in Baden-Württemberg (8,1). Ihre größten Zugewinne verzeichnete die Partei in Nordrhein-Westfalen (5,8 Punkte) und Berlin (7,7 Punkte).

Nach dem Comeback 2001 in Hamburg (5,1 Prozent) und Berlin (9,9 Prozent) ist die Partei derzeit in sieben westlichen Landtagen vertreten. In den Regierungen von vier Ländern - Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg und Rheinland-Pfalz - stellt die FDP Minister. Parlamentarisch nicht vertreten waren die Freien Demokraten bisher in den fünf ostdeutschen Bundesländern sowie in Niedersachsen, Bayern, Bremen und im Saarland.

Der NRW-Landesvorsitzende Jürgen Möllemann proklamierte nach seinem 9,8-Prozent-Erfolg 18 Prozent als Zielmarke künftiger Wahlen ("Projekt 18"). Er verlangte, die FDP solle 2002 mit einem eigenen Kanzlerkandidaten antreten. Zehn Tage vor der NRW-Wahl hatte der seit Juni 1995 amtierende Parteichef Wolfgang Gerhardt den Vorsitz an seinen Generalsekretär Guido Westerwelle abgegeben. In Gerhardts Amtszeit fielen zwölf Pleiten bei Landtagswahlen und die verlorene Europawahl 1999.

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