FDP kritisiert Künast
Erneut Nitrofuran in Asia-Lebensmitteln in Hessen

In Hessen sind erneut Rückstände des Antibiotikums Nitrofuran in Shrimps, Garnelen und Geflügelfleisch aus Asien entdeckt worden. Die FDP warf Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) Versäumnisse vor.

Reuters FRANKFURT/BERLIN. Das hessische Sozialministerium teilte am Dienstag mit, das Nitrofuran sei in drei Kilogramm Garnelen und 5,7 Tonnen Geflügelfleisch aus Thailand sowie in 450 Kilogramm Shrimps aus Indonesien gefunden worden. Alle Lieferungen seien im Mai in Hessen angekommen. Das betroffene Geflügelfleisch sei zum Teil sicher gestellt und vernichtet, zum Teil aber auch ausgeliefert und vermutlich bereits verzehrt worden. Die verseuchten Garnelen und die belasteten Shrimps würden nach Thailand und Indonesien zurückgeschickt.

Die FDP warf Künast vor, sie gefährde die Verbraucher durch ihre Untätigkeit. Obwohl sie bereits seit Wochen über die Gefahren durch Nitrofuran-verseuchtes Fleisch aus Thailand Bescheid wisse, würden die Verbraucher nicht wirksam geschützt. Die FDP erwarte, dass alle Importe aus Asien und dem Transitland Brasilien untersucht würden.

Das Verbraucherschutzministerium wies die Vorwürfe zurück. Das Ministerium habe die Europäische Kommission bereits am 23. April gebeten, Maßnahmen zu ergreifen, um sicher zu stellen, dass Geflügelfleisch aus Brasilien den gesundheitlichen Anforderungen der Europäischen Union (EU) genüge, erklärte Staatssekretär Alexander Müller. Zugleich wies er darauf hin, dass auch die Wirtschaft verpflichtet sei, mit Eigenkontrollen die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln zu sichern.

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