FDP-Landeschef unter Druck
Widerstand gegen Möllemann formiert sich in NRW

In der Auseinandersetzung um die politische Zukunft des umstrittenen FDP-Politikers Jürgen Möllemann formieren sich dessen Gegner.

Reuters BERLIN. Der stellvertretende nordrhein-westfälische FDP-Chef Andreas Pinkwart teilte am Donnerstag mit, der drittgrößte NRW-Bezirksverband Düsseldorf und der FDP-Kreisvorstand Bielefeld hätten Möllemann mit einstimmigen Entschließungen zum Rücktritt aufgefordert. Zudem habe sich der FDP-Kreisverband Rhein-Sieg für ihn, Pinkwart, als neuen Vorsitzenden der NRW-FDP ausgesprochen.

Pinkwart hatte jüngst angekündigt, sich um den Vorsitz in dem mitgliederstärksten FDP-Landesverband zu bewerben, den derzeit noch Möllemann inne hat. Über den Vorsitz soll ein Sonderparteitag der NRW-FDP am 7. Oktober entscheiden.

Möllemann hatte nach dem unerwartet schlechten Abschneiden der FDP bei der Bundestagswahl sein Amt als stellvertretender Chef der Bundes-FDP auf Druck der Parteispitze niedergelegt. FDP-Chef Guido Westerwelle hatte Möllemann wegen seiner wiederholten Attacken gegen den Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, für das Wahlergebnis verantwortlich gemacht und ihn zum Rücktritt gezwungen. Darüber hinaus will er Möllemann auch in NRW entmachten. Möllemann will aber an seinen Posten als FDP-Landeschef und-Fraktionsvorsitzender festhalten.

Der FDP-Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe hatte am Mittwoch erklärt, eine Delegation solle im Streit zwischen Westerwelle und Möllemann vermitteln.

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