FDP-Politiker will sich mehr um Familie kümmern
Kinkel tritt nicht mehr für den Bundestag an

Der frühere Bundesaußenminister Klaus Kinkel (63) wird im kommenden Jahr nicht mehr für den Bundestag kandidieren. Das teilte Kinkel am Montag in Berlin dem FDP-Präsidium mit.

dpa BERLIN. Nach Angaben von Parteichef Guido Westerwelle äußerte das Präsidium großes Bedauern, aber auch Verständnis für diese Entscheidung. Die FDP - Führung habe Kinkel für sein "großartiges Wirken zum Wohle des Landes" gedankt.

Kinkel sagte, dies sei der richtige Zeitpunkt, sich zurückzunehmen "und mich mehr um meine Familie zu kümmern, die jahrelang zurückstehen musste". Darüber hinaus habe er den Wunsch, sich in einem neuen Lebensabschnitt nochmals anderen Aufgaben zuzuwenden. "So möchte ich vor allem meine Anwaltstätigkeit in verschiedensten Aufgabengebieten intensiv fortführen und mich besonders - wie bisher - im humanitären und karitativen Bereich um Menschen und Organisationen kümmern."

Kinkel, Jurist und Vater von drei Kindern, begann seine Karriere 1970 als persönlicher Referent des damaligen Bundesinnenministers Hans-Dietrich Genscher (FDP). Von 1974 bis 1979 war er unter Genscher Leiter des Planungsstabes de Auswärtigen Amtes, dann wurde er Präsident des Bundesnachrichtendienstes. 1982 wechselte er als Staatssekretär ins Bundesjustizminister, wurde 1991 Justizminister und trat in die FDP ein. Von 1992 bis zum Ende der CDU/CSU/FDP - Koalition war er dann Außenminister. Von 1993 bis 1995 war Kinkel auch FDP-Chef, er trat nach einer Serie von schweren Wahlniederlagen zurück.

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