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FDP: Rexrodt will wieder Verantwortung

Günter Rexrodt will es für die FDP in Berlin noch mal wissen. Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister hatte sich in letzter Zeit vor allem in der Bundespartei und in der freien Wirtschaft engagiert.

BERLIN. Seit Februar 2000 ist der gebürtige Berliner nach 1994 und 1996 wieder Landesvorsitzender der FDP in der Bundeshauptstadt. Dort, wo seine politische Karriere als Senator für Finanzen begann, will der Wirtschaftsliberale wieder in die Regierungsverantwortung.

In seiner Zeit als Wirtschaftsminister in der Kohl-Regierung setzte sich Rexrodt insbesondere für die Liberalisierung der Energie- und Telekommunikationsmärkte ein. Gegenüber Handelsblatt.com bezeichnete er zudem die erste Novellierung des Ladensschlussgesetztes als einen seiner wichtigsten Erfolge.

Wirtschaftskompetenz für Berlin

Mit dem gelernten Diplom-Kaufmann spielt die FDP im Wahlkampf ihre Wirtschaftskompetenz aus. Das 18-Punkte-Programm der Liberalen ist gespickt von wirtschafts- und finanzpolitischen Themen, wie der Haushaltssanierung, Privatisierung und Verwaltungsmodernisierung. Da die bisher regierende große Koalition den Haushalt in ein finanzielles Fiasko geführt habe, will der Wirtschaftsfachmann eines der vermutlich wichtigsten Themengebiete im Berliner Wahlkampf für die FDP besetzen.

"Lehrer sind nach Leistung zu bezahlen"

Seine erste Amtshandlung wäre allerdings dem Bereich "Bildungspolitik" zuzuordnen: Rexrodt würde für Wahlfreiheit an den Schulen sorgen. "Lehrer sind nach Leistung zu bezahlen", meint der Spitzenkandidat der FDP. "Es ist eine große Herausforderung, die FDP nach sechsjähriger Pause in das Berliner Parlament zurückzuführen", sagt Rexrodt. Nach jüngsten Umfragen stehen die Chancen dafür nicht schlecht.

Jens Katemann

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