FDP stimmte gegen Entwurf
Bundestag verabschiedet Importverbot für Kampfhunde

rtr BERLIN. Der Bundestag hat am Freitag ein Importverbot für Kampfhunde verabschiedet. Pitbullterrier, American-Staffordshire-Terrier und Staffordshire-Bullterrier sowie Kreuzungen aus diesen Rassen dürfen demnach künftig nicht mehr nach Deutschland eingeführt werden. Für den Import anderer gefährlicher Hunde ist eine Genehmigung des Bundeslandes notwendig, in dem der Hund gehalten werden soll. Verstöße können mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder einer Geldbuße von bis zu 10 000 DM geahndet werden. Die Abgeordneten der FDP stimmten gegen den Entwurf, die PDS-Abgeordneten enthielten sich. Wenn der Bundesrat am 21. Dezember dem Gesetz zustimmt, tritt es nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Ob dies noch in diesem Jahr sein wird, ist offen.

Zusätzlich zum Einfuhrverbot sieht das Gesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunde eine Änderung des Bundestierschutzgesetzes vor: Bundesweit soll in Zukunft die Zucht von Hunderassen untersagt sein, bei deren Nachkommen erblich bedingte Aggressivität zu erwarten ist. Der Bundesrat hatte sich im Oktober für ein umfassenderes Importverbot ausgesprochen, als im Regierungsentwurf vorgesehen, sowie für eine Pflichthaftpflicht- Versicherung für alle Hundehalter.

Die Debatte um das Halten von Kampfhunden war im Juni durch einen tödlichen Angriff zweier Kampfhunde auf einen sechsjährigen Jungen in Hamburg ausgelöst worden. Nach dem Vorfall hatten zahlreiche Bundesländer ihre Hundeverordnungen verschärft.

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