Fechten
Absturz der Florettherren

Veränderungen sind manchmal das Non-Plus-Ultra, wenn die Sportler an ihre Grenzen stoßen. Grenzen sind ihnen nach oben und unten gesetzt. Jüngst erfuhren das die Florettherren. Ohne Olympia.Medaille geht es wieder nach Hause. Nur Weltmeister Peter Joppich bot gegen seine Gegner eine ansehnliche Vorstellung, wenn auch er im Viertelfinale am Franzosen Brice Guayrt scheiterte.

HB ATHEN. Der Olympia-Zweite von Sydney, Ralf Bißdorf (Heidenheim), verlor in der Runde der letzten 32 gegen den Russen Renal Ganejew 11:15. Andre Weßels (Tauberbischofsheim) unterlag ebenfalls in seinem ersten Gefecht dem Südkoreaner Park Hee Kyung 13:15. "Das ist natürlich enttäuschend. Zumindest mit einem wollten wir im Halbfinale dabei sein", sagte Florett-Bundestrainer Jochen Behr, der sich zunehmender Kritik aus dem Umfeld von Weßels ausgesetzt sieht.

Joppich lieferte noch die beste Leistung ab und unterlag in einer Neuauflage des WM-Halbfinale von 2003 immerhin einem arrivierten Fechter. Guyart ist Mannschafts-Olympiasieger und-Weltmeister 2001. "Er ist eben kein unbeschriebenes Blatt. Heute hat er das bessere Händchen gehabt. Wir alle wollen Samstag besser sein und das ganze wett machen", meinte Joppich mit Blick auf den Teamwettkampf.

Im Halbfinale am Abend traf Guyart auf Vize-Weltmeister Andrea Cassara (Italien). Dessen Landsmann Salvatore Sanzo musste gegen Bißdorf-Bezwinger Ganejew antreten. Der Vize-Weltmeister bei den Junioren war überraschend von den Russen aufgeboten worden. "Da hat deren Trainer ein Riesennäschen gehabt", meinte Behr. Bißdorf jedenfalls gab der Youngster bis zum 0:6-Rückstand nur Rätsel auf. "Dann wird es gegen jeden schwer. Er hatte ein gutes taktisches Konzept", meinte der 33 Jahre alte Routinier.

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