Fechten
Heidemann hat Gold fest im Visier

Britta Heidemann ist neben Peter Joppich die größte Hoffnung der deutschen Fechter. Die 25-Jährige will bei Olympia eine starke Saison mit der Goldmedaille krönen. Bei keinem der insgesamt neun deutschen Fechter würde Gold so gut in die Lebensgeschichte passen.

In Britta Heidemanns Leben dreht sich seit sieben Jahren alles um China. Die Degen-Weltmeisterin will bei den Olympischen Spielen in Peking ihre persönliche Geschichte mit einem Happy End krönen und hat im Reich der Mitte die Goldmedaille fest im Visier.

"Das ist schon drehbuchmäßig. Es war bislang eine geile Saison. Dieses Jahr würde einfach alles passen", sagt die Fechterin aus Leverkusen und kann es beinahe selbst kaum glauben, wie sehr sich in ihrem Lebensweg seit 2001 alles auf den Wettkampf am 13. August zugespitzt hat. Der Olympia-Sieg würde die persönliche Peking-Story Heidemanns schon beinahe kitschig krönen. "Kleiner Mond" wird sie in China genannt - Hollywood lässt grüßen.

Neben Joppich die größte deutsche Gold-Hoffnung

Die Weltranglisten-Erste ist neben dem dreimaligen Florett-Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz die größte Gold-Hoffnung des Deutschen Fechter-Bundes (Dfeb). Gute Chancen auf Edelmetall können sich auch dessen Trainingspartner Benjamin Kleibrink (Bonn), Heidemanns Degen-Kollegin Imke Duplitzer (Bonn) und Geheim-Favoritin Carolin Golubytskyi (Tauberbischofsheim) ausrechnen. Der Weltranglisten-Erste im Säbel-Fechten, Nicolas Limbach aus Dormagen, ist ebenfalls trotz einer sehr schwierigen Auslosung voller Zuversicht.

Doch bei keinem der insgesamt neun deutschen Fechter würde Gold so gut in die Lebensgeschichte passen wie bei Heidemann. "Als 2001 die Olympischen Spiele an Peking vergeben wurden, war das eine riesige Motivation für mich", erzählt sie. Nahezu zeitgleich zur damaligen Vergabe-Entscheidung begann sie ihr Studium der chinesischen Regionalwissenschaften in Köln.

Kurz vor dem Weltereignis in ihrer zweiten Heimat hat Heidemann ihr Studium abgeschlossen. Ihr persönlicher Olympia-Zyklus schließt sich. "Mir hätte das auf der Seele gelegen, wenn ich nicht fertig gewesen wäre. Ich hatte vor den Spielen recht viel Stress mit dem Abschluss", erzählt die Silbermedaillen-Gewinnerin von Athen 2004.

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