Fed-Entscheidung wurde erwartet
Wall Street schließt nach US-Zinssenkung uneinheitlich

Der Dow-Jones-Index ging fast unverändert um 0,06 % höher auf 10 887,36 Punkten aus dem Handel, während der technologielastige Nasdaq-Index um 2,31 % auf 2772,89 Punkte nach gab. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,56 % auf 1366,02 Punkte.

rtr NEW YORK. Die New Yorker Aktienmärkte haben demnach am Mittwoch nach einer weiteren Senkung der US-Leitzinsen uneinheitlich geschlossen. Der für Zinsentscheide zuständige Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed hatte am Mittwochabend den entscheidenden Zielsatz für Tagesgeld um 50 Basispunkte auf 5,5 % von sechs Prozent weiter abgesenkt, um der Abkühlung der Konjunktur entgegenzuwirken. Der Zinsschritt war Händlern zufolge an den Finanzmärkten weitgehend erwartet worden.



Auf die Bekanntgabe der Zinssenkung der US-Notenbank folgte laut Händlern ein auf und ab der Kurse, die sich zuerst im positiven Bereich bewegten, um dann wieder an Boden zu verlieren. "Im Moment sehen wir uns wohl einigen kurzfristigen Verkäufen der zwanzig Prozent der Anleger gegenüber, die zuvor mit einer Zinssenkung von 75 Basispunkten gerechnet hatten", sagte Marci Rossell, Ökonom bei Oppenheimer Funds. "Aber wichtig sind die Unternehmensgewinne, und die werden mittelfristig von der Zinssenkung beflügelt", fügte er hinzu.

Bei den Standardwerten legten unter anderem einige Einzelhandelswerte zu. So verbesserten sich die Papiere der Einkaufskette Wal-Mart um 5,64 % auf 56,80 Dollar. Die Titel des Heimwerkerhändlers Home Depot schlossen um 4,78 % höher auf 48,20 Dollar. Bei den Ölwerten konnte Exxon Mobile um 2,65 % auf 84,15 Dollar zulegen.

Im Technologiesektor hatten Händlern zufolge unter anderen einige Computerchip-Hersteller und Chip-Zulieferer von der momentanen Marktstimmung Auftrieb bekommen. Einen Kursrückgang von 17,18 % auf 43-11/16 Dollar musste indessen der Softwarehersteller Adobe hinnehmen. Das Unternehmen hatte zuvor davor gewarnt, dass die künftigen Unternehmensgewinne von der sich abschwächenden US-Konjunktur negativ beeinflusst werden könnten.

An der Wall Street standen sich bei Umsätzen von 1,2 Mrd. Aktien 1377 Verlierer und 1763 Gewinner gegenüber. 170 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq wechselten insgesamt rund 2,3 Mrd. Papiere den Besitzer. Die Verlierer überwogen dabei die Gewinner im Verhältnis 20 zu 17.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds um 1/36 höher und erbrachten eine Rendite von 5,526 %.

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