Fed-Schritt erhöht Druck
Zinssenkung der EZB erwartet

Angesichts der anhaltenden Schwäche der Weltwirtschaft, dem Anstieg der Arbeitslosenzahlen und des Rückgangs der Inflation in der Eurozone rechnen Volkswirte mit einer Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag.

dpa-afx FRANKFURT. Die meisten von ihnen gehen von einer Zinsminderumg um 0,25 Prozentpunkte aus. Damit wird sich die von der US-Notenbank Fed eingeleitete Zinssenkungsrunde voraussichtlich fortsetzen.

Die jüngste Leitzinssenkung der Fed um 0,50 Prozentpunkte auf 2,0 %, und damit auf das niedrigste Niveau seit 40 Jahren, habe den Druck auf die EZB erhöht, sagte Axel Siedenberg, Leiter der Volkswirtschafts-Abteilung der Deutschen Bank. Er hofft auf eine deutliche Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte auf dann 3,25 %. "Die Finanz- und Geldpolitik muss einen Schulterschluss vollziehen", sagte Siedenberg.

"Rezession kann nicht mehr vermieden werden"

"Eine weltwirtschaftliche Rezession kann nicht mehr vermieden werden. Nur die Tiefe der Rezession ist noch durch die Wirtschaftspolitik bestimmbar", betonte Siedenberg. Er teile damit die Sorge der Fed über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Derzeit bestehe eine "große Unsicherheit" sowohl bei den Konsumenten als auch bei den Unternehmen. Deshalb sei ein "klares Signal der Wirtschaftspolitik" gefordert. Es sei "tragisch", dass Europa bisher keine "entschlossenen Zeichen" gesetzt habe.

Von den insgesamt befragten 34 Volkswirten erwarten 33 eine Senkung des wichtigsten Leitzinssatzes. Eine deutliche Mehrheit von 25 Experten geht davon aus, dass der Zinssatz zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Notenbank-Geld um 0,25 Prozentpunkte auf 3,50 % gesenkt wird. Sechs Volkswirte gehen sogar von einer Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte aus.

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