Fed skeptisch - Zinssenkung möglich
Snow setzt auf den Aufschwung

US-Finanzminister John Snow rechnet schon in den kommenden Monaten mit einer deutlichen Erholung der US-Konjunktur. Das sagte er am Mittwoch bei einem Besuch in Mexiko. Die US-Notenbank (Fed) sieht allerdings bislang wenig Anzeichen für einen kräftigen Aufschwung. Analysten gehen zunehmend davon aus, dass die Fed am 25. Juni erneut die Leitzinsen senkt.

HB/dpa WASHINGTON/MEXIKO-STADT. Die Konjunktur ziehe nur langsam an und der erwartete Schub nach dem Ende des Irak-Kriegs sei bislang nicht eingetreten, schrieb die Fed in ihrem jüngsten "Beige Book". Darin wird die Konjunkturlage in den zwölf Regionen der Zentralbank untersucht.

"Auch, wenn die zwölf Distrikte Anzeichen für ein Anziehen der Wirtschaftsaktivitäten im April und Mai sahen, blieb das Gesamtbild in den meisten Regionen träge", schrieb die Fed. "Die Entspannung nach den Kriegssorgen hat das Unternehmer- und Verbrauchervertrauen gestärkt, aber aus den meisten Berichten geht hervor, dass die Wirkung nicht dramatisch war."

Die Verbraucherausgaben seien seit dem Ende des Irak-Kriegs zwar gestiegen, doch lägen sie unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. "Einige Distrikte melden, dass die Einzelhandelsumsätze nicht so angezogen sind wie nach dem Ende der Kampfhandlungen im Irak erwartet." Die meisten Unternehmer seien aber "vorsichtig optimistisch" über die künftige Entwicklung.

Die Notenbankdistrikte tragen für das "Beige Book" Einschätzungen von Unternehmern in ihrer Region zusammen. Die Fed berücksichtigt diese Ergebnisse bei der Festsetzung ihrer Zinspolitik. Analysten rechnen zunehmend mit einer weiteren Senkung der US-Leitzinsen. Der Satz liegt zur Zeit bei 1,25 %, so tief wie seit 42 Jahren nicht mehr. Eine Rücknahme um 25 oder sogar 50 Basispunkte wird bei der Sitzung am 24. und 25. Juni nicht mehr ausgeschlossen.

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