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Federer siegt wieder in Halle

Halle/Westfalen (dpa) - «Dominator» Roger Federer hat seinen Titel beim Rasen-Tennisturnier im ostwestfälischen Halle mit Bravour verteidigt.

Halle/Westfalen (dpa) - «Dominator» Roger Federer hat seinen Titel beim Rasen-Tennisturnier im ostwestfälischen Halle mit Bravour verteidigt.

Beim 6:0, 6:3 im Endspiel von «Klein Wimbledon» gegen den Amerikaner Mardy Fish feierte der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz seinen 17. Sieg auf Rasen nacheinander und ist damit seit gut einem Jahr auf diesem Belag ungeschlagen.

Im Londoner Queen's Club stehen sich im Finale der Franzose Sebastien Grosjean und Andy Roddick gegenüber. Der Amerikaner hatte im Viertelfinale mit 246,2 km/h einen weiteren Aufschlag-Weltrekord aufgestellt, nachdem er die Bestmarke erst im Februar auf 241,4 km/h und im April auf 244,6 km/h verbessert hatte. In der Vorschlussrunde hatte Grosjean Hyung-Taik Lee aus Südkorea mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:3), 6:2 niedergerungen. Der top-gesetzte Roddick hatte sich gegen den Australier Lleyton Hewitt mit 7:6 (9:7), 6:3 durchgesetzt.

Seinen Spaß auf Gras hat Rainer Schüttler gehabt, auch wenn der Korbacher im Halbfinale mit 4:6, 6:4, 6:7 (4:7) am 22-jährigen Fish gescheitert ist. Für das bedeutendste Grand-Slam-Turnier auf Rasen vom 21. Juni bis 4. Juli ist der beste der deutschen Tennisprofis dennoch gerüstet. «Wimbledon kann kommen», sagte der 28-Jährige, der nur um Haaresbreite sein zweites Finale der Saison nach Monte Carlo verpasst hatte.

«Es ist bitter, so knapp zu verlieren», ärgerte sich Schüttler. Eine Unachtsamkeit im Tiebreak des entscheidenden Satzes machte seine großartige Aufholjagd zunichte, die er nach durchwachsenem ersten Durchgang gestartet hatte. Mit einem Doppelfehler zum 4:5 «schenkte» er seinem aufschlagstarken Kontrahenten den glücklichen Sieg. «Gegen einen so guten Aufschläger wie Mardy Fish muss man jede Chance nutzen», kritisierte Trainer Dirk Hordorff. Mit seinem Schützling, der bei fünf Auftritten in Halle bis dato nie mehr als die zweite Runde geschafft hatte, war er trotzdem zufrieden.

«Vielspieler» Schüttler schlägt in dieser Woche wie der Mannheimer Alexander Popp in s'Hertogenbosch auf. Nicolas Kiefer dagegen, der im Viertelfinale dem stark servierenden Schüttler unterlegen war, will sich in der Woche vor Wimbledon schonen, weil er sich «platt» fühle und «auftanken» wolle. Seinen Start in Nottingham hat er abgesagt.

Das gilt auch für Thomas Haas, dessen Liebe für Wimbledon sich seit eh und je in Grenzen hält. An die Church Road wird der gebürtige Hamburger erst am Sonntag vor Turnierbeginn direkt aus der Kirche kommen. Schwester Sabine heiratet in München, und da will der Familienmensch nicht fehlen. «Sie heiratet doch hoffentlich nur ein Mal im Leben», meinte Thomas Haas, der im Viertelfinale Jiri Novak ebenso unterlegen war wie später der Tscheche in einem nur 52 Minuten dauernden Vorschlussrunden-Match Federer mit 3:6, 4:6.

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