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Federer will Masters Cup-Triumph wiederholen

Die Zwangspause hat Roger Federer gut getan. Wieder fit, bestens gelaunt und voller Optimismus präsentiert sich der weltbeste Tennisprofi im Westside Club von Houston, wo beim Masters-Cup mit dem Duell gegen Gaston Gaudio (Argentinien) seine Mission Titelverteidigung startet.

dpa HOUSTON. Die Zwangspause hat Roger Federer gut getan. Wieder fit, bestens gelaunt und voller Optimismus präsentiert sich der weltbeste Tennisprofi im Westside Club von Houston, wo beim Masters-Cup mit dem Duell gegen Gaston Gaudio (Argentinien) seine Mission Titelverteidigung startet.

"Es kann losgehen. Ich habe die letzten Tage problemlos trainiert und fühle mich in guter Verfassung", sagte der Schweizer. Am 26. Oktober hatte er sich beim Turnier in Basel einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen und konnte seitdem kein Match mehr bestreiten. Die Auszeit ändert aber nichts daran, dass der Eidgenosse beim Treffen der acht besten Profis der Saison, zu denen diesmal kein Deutscher und auch nicht Superstar Andre Agassi (USA) gehören, als Topfavorit auf den mit 1,52 Mill. dotierten Weltmeistertitel gilt.

Federers Erfolg beim Saisonfinale vor zwölf Monaten an selber Stelle, bei dem Rainer Schüttler (Bad Homburg) noch ins Halbfinale eingezogen war, hatte einen beeindruckenden Triumphzug eingeleitet. Mit seinem Endspielsieg gegen Andy Roddick, der auch diesmal als sein ärgster Rivale gilt, begann die Ablösung des Amerikaners als Nummer eins der Weltrangliste und als solche trumpfte Federer in den vergangenen Monaten auf.

Der 23-Jährige gewann alle seine zehn Turnier-Endspiele, eingeschlossen die drei Grand Slams in Wimbledon, Australian und bei den US Open. "Die Wiederholung des Wimbledon-Sieges war mein stolzester Moment", sagte Federer, der gegen die sieben Mitkonkurrenten seit Houston 2003 in 18 Spielen ungeschlagen ist.

Sein "grundsätzliches Ziel für 2005" ist klar definiert: "Ich möchte die Nummer eins bleiben". Dafür hat sich Federer die Dienste des australischen Star-Trainers Tony Roche gesichert. Der 59-Jährige betreute unter anderem die Weltklassespieler Ivan Lendl und Patrick Rafter. Roche wird seinen neuen Schützling von Mitte Dezember an für die Australian Open fit machen.

Der frühere Profi, der Federer im Vormonat bereits einige Tage in Dubai trainiert hat, wird den Basler aber nicht das ganze Jahr über auf der Tour begleiten. Doch die Zeit ganz ohne Trainer ist vorbei. Ein Jahr war Federer "solo", nachdem er sich im Anschluss an seinen WM-Sieg vor einem Jahr von seinem schwedischen Coach Peter Lundgren getrennt hatte.

Federer muss sich beim 2005 nach Shanghai wechselnden WM- Championat in der Roten Gruppe außer mit French-Open-Gewinner Gaudio, der im Champions Race Platz zehn belegt, noch mit dem zweimaligen Masters-Sieger Lleyton Hewitt (Australien/3) und dem Spanier Carlos Moya (5) auseinander setzen. In der Blauen Gruppe spielen Roddick (2), der nur drei Autostunden entfernt in der texanischen Hauptstadt Austin lebt, sowie der US-Open-Champion von 2000, Marat Safin (Russland/4), der Argentinier Guillermo Coria (6) und der Briten Tim Henman (7) ihre Halbfinalisten aus. Die besten Vier ermitteln am Samstag die Finalisten, die einen Tag später den ATP-Weltmeister ausspielen. Jeder Profi hat bereits ein Antrittsgeld von 90 000 Dollar sicher.

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