Fehlanzeige bei der Restrukturierung des Bankensektors
Asahi Bank läßt Fusionspläne mit Sanwa und Tokai platzen

Fehlanzeige bei der Restrukturierung des japanischen Bankensektors. Die Asahi Bank fürchtete um den Machtverlust, die drittgrößte Bank der Welt entsteht nun doch nicht.

Reuters TOKIO. Die japanische Asahi Bank hat nach Angaben eines Sprechers beschlossen, sich aus den Fusionsplänen mit den japanischen Banken Sanwa und Tokai zurückzuziehen. Wie ein Sprecher des Instituts in Tokio mitteilte, traf der Vorstand der Bank am Donnerstagmorgen diese Entscheidung. Eine Begründung für diese Entscheidung wurde nicht genannt. In Presseberichten hieß es, Asahi habe sich unwohl gefühlt und sich gegen eine konventionelle Fusion gewandt, die der Sanwa Bank die größte Macht gegeben hätten. An der Tokioter Börse wurden Asahi und Sanwa mit deutlichen Abschlägen gehandelt, während die Aktien der Tokai Bank kräftig zulegten.

Im März hatten die drei Banken ihr Zusammengehen zu einer Holding bis zum April 2001 angekündigt. Anschließend sollte es eine Systemintegration geben. Gemessen an der verwalteten Vermögenssumme wäre aus der Fusion die weltweit drittgrößte Bank entstanden.

Das geplante Zusammengehen war als ein großer Schritt bei der Restrukturierung des japanischen Bankensektors begrüßt worden, der durch notleidende Krediten aus der aufgeblähten Wirtschaftsphase in den 80-er Jahren gekennzeichnet ist und sich einer starken Online-Konkurrenz gegenüber sieht.

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