Fehlbetrag deutlich reduziert
Berlin Hyp baut 150 Stellen ab

Die zur angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin gehörende Berlin Hypothekenbank-Hannoversche AG (Berlin Hyp) will bis Ende 2005 knapp 150 Stellen abbauen. Durch die Turbulenzen um den Konzern erlebte die Berlin Hyp 2001 zudem einen massiven Einbruch im Neugeschäft, wie das Institut am Montag weiter mitteilte.

Reuters BERLIN. Diese Personalreduzierung um rund 30 Prozent ist Teil eines Restrukturierungskonzepts, das der Aufsichtsrat am Montag verabschiedete und das sich in die Neuausrichtung des gesamten Konzerns Bankgesellschaft Berlin einfügt. Der Jahresabschluss des Berlin Hyp, den das Aufsichtsgremium billigte, weist für 2001 einen Fehlbetrag von 92,2 Millionen Euro aus nach einem Minus von 561,6 Millionen Euro im Jahr davor. Der Verlust sei bedingt durch eine Risikovorsorge von 244,4 Millionen Euro, die damit aber knapp halb so hoch wie im Vorjahr mit 545,1 Millionen Euro sei.

Durch die zeitweilige Unterkapitalisierung und die Neuordnung der Bank habe das Neugeschäft gelitten, erklärte das Institut weiter. Mit einen Volumen von 2,185 Milliarden Euro habe es drastisch unter den 4,809 Milliarden Euro des Vorjahres gelegen. Die Bilanzsumme habe sich zugleich auf 43 (Vorjahr 45,1) Milliarden Euro verringert.

Die Berlin Hyp musste ferner außerordentliche Belastungen verkraften, etwa durch einen Aufwand zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebes der Immobilien- und Baumanagement der Bankgesellschaft Berlin (IBG) in Höhe von 11,1 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss der Bank war mit 207,2 (Vorjahr 241,9) Millionen Euro 2001 ebenso wie der Provisionsüberschuss mit 2,6 (Vorjahr 8,7) Millionen Euro schwächer. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf 81,4 Millionen Euro nach 79,2 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge sank auf 152,2 Millionen Euro nach zuvor 176,8 Millionen Euro.

Die Bankgesellschaft Berlin, die nur durch umfangreiche finanzielle Hilfen und Garantien ihres Großaktionärs Berlin ihr Überleben sichern konnte, rechnet nach eigenen Angaben 2001 mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern. Sie wird aber nach Angaben aus Firmenkreisen einen operativen Verlust von rund einer halben Milliarde Euro verbuchen, der nur durch besondere Maßnahmen, wie die Auflösung von Rückstellungen ausgeglichen werden kann.

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