Fehlbetrag von 42 Mill. Euro
BrauHolding wegen Coca-Cola und Chile-Geschäft in Verlustzone

Die Bayerische BrauHolding AG ist wegen der Verluste bei ihrer Beteiligung an einem deutschen Coca-Cola-Abfüller im vergangenen Jahr in die roten Zahlen geraten.

Reuters MÜNCHEN. Der anteilige Fehlbetrag der Berliner Coca Erfrischungsgetränke AG-Cola (CCE) von 42 (1999: plus 12,4) Mill. Euro und der auf 28,6 (52,9) Mill. Euro halbierte Gewinn der chilenischen Brauerei CCU hätten zu einem Verlust von 17,9 (plus 34,9) Mill. Euro im Konzern geführt, teilte die BrauHolding am Mittwoch in München mit. Der Großaktionär, die Schörghuber- Stiftung, soll aber eine nahezu konstante Ausschüttung erhalten. Dazu soll die Dividende auf 60 DM von 37,19 DM erhöht werden.

Wegen eines Gewinnabführungsvertrags hatte Schörghuber bis 1999 eine Vorabausschüttung erhalten, die Kleinaktionäre bekamen die pflichtmäßige Garantiedividende. Die höhere Dividende solle ihn nicht schlechter stellen als bisher, sagte ein Sprecher des Braukonzerns ("Paulaner", "Kulmbacher", "Thurn und Taxis"). Die Ausschüttung von insgesamt 22,6 (22,8) Mill. DM werde aus dem Gewinn der AG bezahlt. Das operative Ergebnis des Konzerns verdoppelte sich den Angaben zufolge auf 6,4 (3,1) Mill. DM. Durch die erstmalige Einbeziehung der Kulmbacher Brauerei stieg der Konzernumsatz auf 812,8 (540,6) Mill. DM. Schörghuber hatte im März 2000 offiziell eine Mehrheit von 62,7 % an dem bis dahin schon von ihm beherrschten fränkischen Brauhaus übernommen.

Im laufenden Jahr wolle die BrauHolding den Absatz von Bier bei einem entsprechend guten Sommer weiter steigern und an die Entwicklung des vergangenen Jahres anknüpfen, hieß es. Mit der niederländischen Heineken-Gruppe hatte die BrauHolding im Februar eine Gemeinschaftsfirma für ihre Bier-Aktivitäten gegründet, die Anfang 2002 nach der Genehmigung durch die EU an den Start gehen soll.

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