Fehlende Aussicht auf einen "Blockbuster"
Hornblower Fischer sieht Kinowelt Medien als "Trading Sell"

dpa-afx FRANKFURT. Die Wertpapierhandelsbank Hornblower Fischer hat die Aktien der am Neuen Markt gelisteten Kinowelt Medien AG als "Trading Sell" eingestuft. Die Analysten begründeten ihre Einschätzung in einer am Donnerstag in Frankfurt vorgelegten Kurzstudie mit der aktuell fehlenden Aussicht auf einen "Blockbuster" und mit dem geringen Ergebnisbeitrag des Sport-Merchandising-Geschäfts. Daher sollten Investoren die Aktien aus kurzfristiger Sicht verkaufen. Mittel- bis langfristig stuften die Analysten die Aktien von "kaufen" auf "reduzieren" herab.

In den vergangenen Handelstagen waren Kinowelt-Aktien bereits stark unter Druck geraten, nachdem der Münchner Filmrechtehändler eine Wandelanleihe im Volumen von 200 Mill. Euro aufgelegt hatte. Diese sei zwar bereits im Frühjahr angekündigt worden, aktuell sei aber keine direkte Begründung für die Emission wie die Finanzierung einer Akquisition oder einer internationalen Expansion zu erkennen, kommentierten die Experten. Somit sei von einem Finanzierungsbedarf im normalen operativen Geschäft auszugehen.

Negativ stimme aber auch die zuletzt sehr enttäuschend verlaufende Filmrechteverwertung der Münchner. So habe Kinowelt rund 800 Mill. DM in den Erwerb von US-Filmrechten investiert, aus denen aber bisher nur 38 Mill. DM Umsatz generiert werden konnten. Das Interesse an dem Filmpaket sei sehr gering.

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