Fehlende US-Impulse lähmen
Nemax 50 schließt schwächer

Die Aktien am Neuen Markt sind zum Wochenende mehrheitlich ins Minus getrudelt. Der Auswahl-Index Nemax 50 schloss am Freitag mit einem Minus von 0,23 % auf 1314,48 Punkte. Der marktbreite Nemax All Share verlor 0,20 % auf 1242,56 Zähler.

dpa-afx FRANKFURT. Händler begründeten die Kaufzurückhaltung in Frankfurt mit den fehlenden Impulsen von der Wall Street. In Amerika hatte die Börsen am Vortag wegen eines Feiertags geschlossen. Am Freitag schlossen sie bereits um 19.00 Uhr (MEZ). "Es ist absolut nichts los", sagte ein Händler. Der Tag vor dem Wochenende sei traditionell ohnehin ein ruhiger Handelstag. "Ein halber Handelstag in den USA am Freitag reicht zur Belebung nicht aus".

Viel Rummel gab es um Brokat. Die Aktien des auf Informationstechnologie für Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmens waren zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt. Brokat hatte zuvor seinen Antrag auf Insolvenz bekannt gegeben. Nach Wiederaufnahme des Handels fiel das Papier von knapp 0,53 Euro vor der Aussetzung um 25 % auf 0,39 Euro. Grund für den wenig überraschenden Schritt des Unternehmens ist die am 12. November gemeldete Überschuldung.

Die Aktien des Logistik-Dienstleisters D. Logistics sanken um 3,10 % auf 10,95 Euro. Der Vorstand des Unternehmens hatte mitgeteilt, keine Erkenntnisse über illegale Börsengeschäfte mit Aktien des Unternehmens zu haben. Das Bundesamt für Wertpapierbesitz (BAWe) prüft seit Mitte der Woche, ob Anleger internes Wissen für illegale Handelsgeschäfte genutzt haben. Die Analysten der Privatbank Hornblower Fischer bestätigten die Aktien unterdessen mit "Outperform".

Biodata gaben um 2,60 % auf 0,75 Euro nach. Der vorläufige Insolvenzverwalter des nordhessischen Herstellers von Sicherheitssoftware erwägt eine Entschuldung des Unternehmens mittels eines Insolvenzplans. Die vorhandenen Mittel seien ausreichend, um den Betrieb in den nächsten Monaten weiterzuführen. Mit der Eröffnung des endgültigen Insolvenzverfahrens sei spätestens Ende Januar zu rechnen.

Die Aktien des österreichischen Notebook-Spezialisten Gericom verloren 3,55 % auf 32,60 Euro. Das Unternehmen hatte am Morgen Neun-Monatszahlen vorgelegt. Die Zahlen seien "sehr gut" gewesen, sagte ein Händler. Nachdem der Kurs am Vormittag um mehr als drei Prozent gestiegen war, seien die Gewinnmitnahmen allerdings zu erwarten gewesen.

Die Aktien des Software-Unternehmens Heyde stiegen bis Handelsende um 14,55 % auf 1,89 Euro und damit an die Spitze des Nemax 50. Die vorherige Platzierung eines Aktienpakets bei institutionellen Investoren helfe dem Unternehmen bei der Entschuldung, sagte ein Marktteilnehmer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%