Fehlender Vertrag zum Netzanschluß stoppt Windpark
Umweltkontor bläst der Wind ins Gesicht

Gegen den Plan des Windparkprojektierers Umweltkontor Renewable Energy AG, Erkelenz, sich auf der außerordentlichen Hauptversammlung heute die Übernahme der New Mine Energy (NME) genehmigen zulassen, haben mehrere Aktionäre Gegenanträge gestellt.

beu HAMBURG. Gegen den Plan des Windparkprojektierers Umweltkontor Renewable Energy AG, Erkelenz, sich auf der außerordentlichen Hauptversammlung heute die Übernahme der New Mine Energy (NME) genehmigen zulassen, haben mehrere Aktionäre Gegenanträge gestellt.

Aktionär Ralph Ericke begründet wie andere seinen Gegenantrag damit, dass die NME möglicherweise nicht über das rechtlich einwandfreie Eigentum an den Aktien der Nevest AG, Butzbach verfügt. Diese Aktien stammten aus dem Besitz der Nevag AG, Langenhagen. Über 7 Mill. Euro des vereinbarten Kaufpreises seien bis heute nicht bezahlt worden. Die Nevest-Aktien seien der Hauptbewertungsposten der NME. Es bestehe das Risiko, dass die Aktien wirtschaftlich immer noch der Nevag gehörten.

Für den Fall, dass die Hauptversammlung der Einbringung zustimmt, hat Ehricke gegenüber dem Handelsblatt angkündigt, die Beschlüsse der Hauptversammlung wegen Verstoßes gegen § 57 AktG und § 138 BGB (Sittenwirigkeit der Verträge) gerichtlich anzufechten.

Kritisch sieht auch Analystin Claudia Erdmann die Eingliederung der mehrheitlich im Familienbesitz der Umweltkontor-Vorstände befindlichen NME durch Umweltkontor. In der Übernahme der NME, in der vier Hersteller von Solarzellen, Biodiesel, und Wasserkrafturbinen gebündelt sind, sei keine zielgerichtete Erweiterung der Wertschöpfungskette zu erkennnen. Erdmann: "Umweltkontor ist künftig weder Fisch noch Fleisch". Für Investoren habe das Unternehmen kein eindeutiges Profil mehr. Erdmann hat Umweltkontor auf "Verkaufen" gesetzt. Dem entspricht der Aktienkurs, der bei 2,92 Euro hängt.

Jetzt hat Umweltkontor ein neues Problem. Der Windpark Neuendorf-Kakenbeck mit 27 Anlagen steht seit zwei Wochen still, da es keinen rechtsgültigen Einspeisevertrag mit dem Umspannwerk gibt.

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