Fehlerhafte Module provozieren Störungen der Airbags und Sicherheitsgurte
Ford und Mazda rufen in den USA rund 23 500 Fahrzeuge zurück

Reuters DETROIT. Die Automobilproduzenten Ford und Mazda rufen insgesamt mehr als 23 500 Fahrzeuge wegen möglicher Brems- und Softwareprobleme zurück. Dabei seien insgesamt 22 078 Fahrzeuge der Modelle Ford Windstar, Crown Victoria, Mercury Grand Marquis und Lincoln Town Car des aktuellen Modelljahrgangs 2001 zur Ersetzung möglicher fehlerhafter Airbag-Diagnostik-Module einbestellt worden, teilte ein Sprecher des Automobilkonzerns am Dienstag mit. Die Module könnten unerwartet die Airbags auslösen sowie ein Festzurren der Sicherheitsgurte bewirken, hieß es zur Begründung. Eine weitere Rückrufaktion betreffe alle kleinen Geländewagen des Modells Escape, die in Kansas City zwischen Oktober 1999 und August 2000 hergestellt wurden. Auch der japanische Partner von Ford, die Mazda Motor Corp., habe eine ungenannte Zahl an Fahrzeugen seines Escape-Schwestermodells zurückgerufen, hieß es.

"Dies ist ein brandneues Airbag-System, auch beim Escape handelt es sich um ein ganz neues Fahrzeug. Manchmal können kleinere Produktionsprobleme beim Start eines neuen Systems oder eines neuen Fahrzeugs auftreten", sagte der Sprecher des zuletzt durch den Firestone-Reifenskandal in die Kritik geratenen Automobilkonzerns.

Bei beiden Ford-Rückrufaktionen hätten zuvor aber keine Berichte über mögliche Unfälle oder Verletzungen vorgelegen. Bei den womöglich schadhaften Modulen seien mittlerweile die Design-Spezifikationen abgeändert worden. Bereits ausgelieferte Teile würden ersetzt. Weniger als 2000 der betroffenen Fahrzeuge befänden sich bereits in Händen der Kunden.

Bei den betroffenen Geländefahrzeugen des Modells Escape aus den Fertigungsanlagen in Kansas City handele sich um Fahrzeuge ohne Anti-Blockier-System. Hier seien bei zwei Fahrzeugen mit Zweiradantrieb versehentlich Hinterradnaben eingebaut worden, die eigentlich für Fahrzeuge mit Vierradantrieb vorgesehen seien. Da die Radnaben nicht passten, könne dies einen Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug zur Folge haben, hieß es weiter.

Fords japanischer Partner Mazda habe ebenfalls eine ungenannte Zahl von Fahrzeugen seines Escape-Schwestermodells Tribute aus der gleichen Produktionsstätte zurückgerufen. Bei den Modellen Escape und Tribute handelt es sich den Angaben nach bereits um die jeweils dritte Rückrufaktion im laufenden Jahr.

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