Fehlstart schockt australische Schwimmfans
Thorpe darf bei Olympia nicht auf seiner Spezialstrecke schwimmen

Ian Thorpe ist bei der Qualifikation zu den Olympischen Spielen an einem Fehlstart gescheitert. Der Wettkampf über 400 Meter Freistil in Athen findet ohne den australischen Schwimmprofi statt.

HB BERLIN. Ian Thorpe hat den australischen Schwimmfans und seinem Verband bei den Trials in Sydney einen regelrechten Schock versetzt. Der Weltmeister und Weltrekordler produzierte über 400 Meter Freistil einen Fehlstart, scheiterte damit in der Qualifikation und wird auf seiner Spezialstrecke bei den Olympischen Spielen in Athen nicht am Start sein.

Thorpe, der in 3:40,08 Minuten unangefochten den Weltrekord hält, war zunächst zu keiner Reaktion fähig, sein Protest gegen den Fehlstart wurde abgelehnt. Seit 1999 dominiert Thorpe diese Strecke, wohl kaum einer hätte ihm in Athen das Gold entreißen können.

Olympiasieger Kieren Perkins war das gleiche Missgeschick vor den Spielen 1996 in Atlanta passiert. Als Weltmeister und Weltrekordler musste er beim olympischen Finale über 400 Meter Freistil zuschauen. Wie die Amerikaner kennen auch die Australier in den Qualifikationen für Olympia kein Pardon, selbst Ian Thorpe macht da keine Ausnahme. 2002 bei den Commonwealth Spielen in Manchester hatte der sechsfache Weltmeister von Fukuoka seinen Weltrekord markiert, der seitdem von keinem Schwimmer weltweit auch nur annähernd erreicht wurde.

Grant Hackett gewann am Samstag das Finale in Sydney in 3:46,09 Minuten. «Ian ist natürlich sehr enttäuscht, aber es wird jetzt darauf ankommen, dass er sich auf seine restlichen Strecken konzentriert», sagte Thorpe-Trainerin Tracs Menzies.

Thorpe-Manager David Flaskas meinte: «Ian hat nicht viel gesagt. Was sollte er auch sagen?» Fernsehkommentator Duncan Armstrong, bei Olympia 1988 in Seoul Goldmedaillengewinner über 200 Meter Freistil scherzte: «Vielleicht sollten wir für Ian neue Regeln machen. Wir sollten ihm einfach erlauben, in Athen wieder Gold zu holen, weil weltweit niemand so stark ist wie er.» Die Ein-Start-Regel sei ein Desaster, kritisierte Hackett. «Einer der größten Schwimmer, den die Welt jemals sah, wird in Athen über seine Spezialstrecke zuschauen müssen, das ist einfach nur unendlich schade. Es ist lächerlich, dass Ian bei Olympia über 400 Meter Freistil zuschauen muss.»

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