Fehlstart treibt Arianespace tiefer in die roten Zahlen
Arianespace muss Rückstellungen anpassen

Der europäische Raketenbetreiber Arianespace in Evry bei Paris hat im dritten Jahr in Folge Verluste verbuchen müssen.

HB/dpa PARIS. In einem Interview mit der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" (Montagausgabe) bezifferte Arianespace-Chef Jean-Yves Le Gall die operativen Verluste des Jahres 2002 auf 50 bis 60 Millionen Euro.

Der fehlgeschlagene erste Start einer Ariane-5-Plus werde das Unternehmen zudem noch dazu zwingen, die bislang geplanten Rückstellungen in Höhe von 50 Millionen Euro für verlustreiche Starts der Ariane-Trägerrakete "anzupassen". Der Umsatz sei 2002 auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen.

Arianespace war im Jahr 2000 erstmals in die roten Zahlen gerutscht. Die Verluste lagen bei 242 Millionen Euro. 2001 wies der Raketenbetreiber 193 Millionen Euro an Verlusten bei einem Umsatz von 807 Millionen Euro aus. Angesichts des stark geschrumpften Marktes für Satelliten-Starts und des Ariane-Fehlschlags vom 11. Dezember vergangenen Jahres strebt Le Gall eine Kapitalaufstockung an. 2003 will Arianespace acht Satelliten in den Weltraum befördern. Die neue Ariane-5-Plus dürfe jedoch frühestens am Jahresende einen zweiten Startversuch machen. Arianespace hat gegenwärtig 41 Satelliten in den Auftragsbüchern.

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