Feierstimmung in Ramallah
Arafat verlässt wieder sein Hauptquartier

Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat am Donnerstag erstmals seit knapp fünf Wochen sein Hauptquartier verlassen und ist zu einer Rundfahrt durch Ramallah aufgebrochen.

dpa RAMALLAH. Nach einer Vereinbarung mit Israel darf er Ramallah verlassen und auch ins Ausland fliegen. Die israelischen Panzer vor seinem Hauptquartier hatten sich in der Nacht zurückgezogen.

Arafat besuchte zunächst Verwundete im örtlichen Krankenhaus und Schüler im teilweise verwüsteten Erziehungsministerium. Außerdem fuhr er zum beschädigten Kulturinstitut der Stadt.

Als Arafat am Morgen seine ersten Schritte aus seinem bisher belagerten Hauptquartier machte, wirkte er sichtlich erschöpft und kniff seine Augen im grellen Sonnenlicht zusammen. Mit mehreren Vertrauten trat er aus dem Gebäude und grüßte eine Menge von feiernden Palästinensern mit dem Siegeszeichen.

Israels Ministerpräsident Ariel Scharon sagte im US-Fernsehsender ABC, er werde Arafat kein Rückkehrrecht garantieren, sollte er das Land verlassen. Arafat beschimpfte den israelischen Ministerpräsidenten in einer ersten Stellungnahme als "Terroristen, Rassisten und Nazi".

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