Feindliche Übernahme
Börse Frankfurt hilft Börse London

Die Deutsche Börse Frankfurt will der Londoner Börse im Kampf gegen ein angekündigtes feindliches Übernahmeangebot durch die schwedische OM-Gruppe scheinbar beistehen.

dpa LONDON. Die Deutsche Börse Frankfurt will der Londoner Börse im Kampf gegen ein angekündigtes feindliches Übernahmeangebot durch die schwedische OM-Gruppe beistehen. Dies berichtete die britische Wirtschaftszeitung "The Financial Times" am Montag. Mit dem Eingreifen wolle die Deutsche Börse verhindern, dass die geplante Fusion mit der London Stock Exchange (LSE) zur iX durch das schwedische Angebot gefährdet wird.

"Wenn die OM-Gruppe ein feindliches Angebot vorlegt, dann würde es die Deutsche Börse die Möglichkeit sehen, die derzeitige Struktur der Transaktion im Einvernehmen mit der Londoner Börse zu ändern", zitierte die Zeitung die Börse in Frankfurt. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Die OM-Gruppe, die die Börse in Stockholm betreibt, hat nach der Zurückweisung eines Fusionsangebotes durch London angekündigt, den LSE-Aktionären ein besseres Angebot zu machen.

Kritiker der geplanten Fusion in London beklagen vor allem, dass ein Zusammenschluss der Börsen auf der Grundlage eines Verhältnisses 50:50 erfolgen soll. Londoner Händler und LSE-Aktionäre meinen, dass dies nicht den unterschiedlichen Größen beider Börsen gerecht wird. Nach allen bisherigen Umfragen würde der Vorstand der LSE bei einer am 14. September bevorstehenden Abstimmung über die Fusionspläne nicht die erforderliche Mehrheit von 75 % der Anteilseigner bekommen.

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