Feindliche Übernahme
Kamps will kämpfen

Der Übernahmekampf zwischen Europas wichtigstem Großbäcker Kamps und dem italienischen Nudelkonzern Barilla steuert auf seinen ersten Höhepunkt zu. Am Dienstag wird Vorstandschef Heiner Kamps versuchen, die Aktionäre auf der Hauptversammlung auf die Ablehnung des feindlichen Barilla-Angebots einzuschwören. Dabei wird Kamps argumentieren, dass sein Konzern nicht zum Verkauf steht und keinen Partner braucht.

FRANKFURT/M. Barilla hat ein Angebot von 12 ? je Aktie angekündigt, das Kamps als zu niedrig ablehnt. Darüber hinaus hätten die Italiener keine schlüssige Strategie für die Integration des Großbäckers vorgelegt, kritisiert Kamps. Bei Kamps haben sich unternehmensnahen Kreisen zufolge mittlerweile mehrere Lebensmittelkonzerne gemeldet, die ein Gegengebot zur feindlichen Barilla-Offerte abgeben könnten.

Darunter soll sich auch das US-Unternehmen Sara Lee befinden, das Analysten als Favoriten für die Rolle des weißen Ritters sehen. Allerdings gehen die Gespräche über eine erste Kontaktaufnahme offenbar noch nicht hinaus. Sollte ein ernsthafter Mitbewerber für Kamps auftauchen, könnte Barilla seine Offerte noch einmal aufstocken. "Wenn tatsächlich jemand ein höheres Angebot abgibt, werden wir unsere Reaktion darauf überlegen", sagte Konzernchef Guido Barilla in einem Zeitungsinterview. Bereits zuvor hatte es in italienischen Finanzkreisen geheißen, dass der aktuelle Preis nicht das letzte Wort sein müsse.

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