Feindliche Übernahme
Rio Tinto will restliche North-Anteile feindlich übernehmen

vwd MELBOURNE. Das anglo-australische Bergbauunternehmen Rio Tinto Ltd/plc, Melbourne/London, kontrolliert 91,48 % des australischen Bergbau- und Forstunternehmens North Ltd. In einer Erklärung gab Rio Tinto am Freitag bekannt, die Höhe des Anteils erlaube nach geltendem Gesellschaftsvertrag nun die zwangsweise Übernahme der restlichen Anteile an North. Rio hatte ihr freundliches Übernahmeangebot von zuerst 3,80 A-$ auf 4,75 A-$ pro Aktie aufgestockt, nachdem die südafrikanische Gruppe Anglo American plc das Rio-Erstgebot mit 4,20 A-$ pro Aktie überboten hatte.

Die Frist für das freundiche Rio-Tinto-Angebot endet am 28. August, jedoch wird das Bergbauunternehmen nun nach eigenen Angaben den rechtlich legitimierten Weg der feindlichen Übernahme wählen. Die in Westaustralien ansässige Eisenerzgruppe Robe River Iron Associates, an der North 53 % hält, war in den vergangenen Wochen Anlass zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Rio Tinto und einer Gruppe von japanischen Anteilseignern. Diese hatten von Tokio aus eine Offensive gegen die Übernahme durch Rio Tinto gestartet. Die Japaner befüchteten eine Verminderung des Wettbewerbs im Eisenerzmarkt mit entsprechenden Konsequenzen für das Preisniveau sowie weitere Nachteile aus dem Verlust der Eigenständigkeit von Robe River. Nach der Übernahme von North verdrängt Rio Tinto nun The Broken Hill Proprietary Co Ltd, Melbourne, vom Platz Nummer zwei im weltweiten Eisenerzmarkt. Führend ist international nach wie vor der brasilianische Konzern CBRD.

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