Feindliche Übernnahme
IG Metall warnt vor FAG-Kugelfischer Aktienverkäufen

Die IG Metall hat die Aktionäre des von der feindlichen Übernahme durch den Konkurrenten INA bedrohten FAG Kugelfischer-Konzerns zur Unterstützung aufgerufen. Die FAG-Aktionäre sollten ihre Anteilsscheine nicht an die INA verkaufen, erklärten die IG Metall und die FAG-Betriebsräte nach einer bundesweiten Vertrauensleutekonferenz am Samstag in Schweinfurt.

dpa-afx SCHWEINFURT. Von Montag an bietet das Herzogenauracher Wälzlager-Unternehmen INA den FAG-Aktionären fünf Wochen lang 11 Euro (21,51 DM) je Anteilsschein. Das Angebot liegt laut INA höher als der höchste Kurs der FAG-Aktie seit eineinhalb Jahren. Der FAG-Vorstand hat das Angebot als unzureichend abgelehnt.

Die IG-Metall warnte bei einer feindlichen Übernahme erneut vor einer Zerschlagung des Unternehmens und Stellenabbau. Der FAG-Konzern müsse alleine überleben, hieß es. "FAG kann langfristig bestehen", sagte der stellvertretende FAG-Aufsichtsratsvorsitzende und Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer. Besondere Bedeutung komme dem unterschriebenen Standortsicherungsvertrag zu. Wenn FAG jedoch durch INA geschluckt werde, dann sei dies alles möglicherweise nur mehr Makulatur.

INA will zum drittgrößten Wälzlagerkonzern der Welt aufsteigen

Kooperationen seien stabile und flexible Formen der Zusammenarbeit. Diese biete sich auch mit INA an. Wer jedoch eine feindliche Übernahme plane, habe mit Partnerschaft offensichtlich "nichts am Hut", sagte Neugebauer.

Die INA-Holding Schaeffler KG strebt eine Beteiligung von mindestens 75 % an der FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG an. Die Übernahme-Offerte wird als erster größerer, feindlicher Übernahmeversuch seit dem Kauf von Mannesmann durch Vodafone gehandelt. Gelingt die Übernahme, würde laut INA der drittgrößte Wälzlagerkonzern der Welt mit einem Umsatz von 6,4 Mrd. Euro und 58 000 Mitarbeiter entstehen.

Die FAG-Aktien hatten am Freitag erneut leicht zugelegt und zuletzt bei 10,90 Euro notiert. Nach Bekanntgabe des Übernahmeangebots waren sie Anfang der Woche um die Hälfte gestiegen.

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