Feinschliff auf Mallorca
Für Schwimmer kann Athen kommen

Beim letzten ernsthaften Test vor Beginn der Spiele in Athen zeigten sich die 35 deutschen Olympia-Schwimmer ohne Ausnahme in Top-Form. Bundestrainer Ralf Beckmann hofft nach dem Debakel von Sydney vor vier Jahren entsprechend auf einen warmen Medaillenregen.

HB HANNOVER. Während andere Sportler der deutschen Olympia-Delegation noch schwächeln, kann man dies von den deutschen Schwimmern nicht behaupten. Ganz im Gegenteil: Athen kann kommen, Deutschlands Olympia-Schwimmer sind drei Wochen vor den Spielen in Griechenland zu Top-Leistungen fähig. "Die Mannschaft ist in einer besseren Verfassung als jemals zuvor", zog Beckmann nach dem letzten Test unter Wettkampfbedingungen ein positives Fazit. "Nur Bestzeiten und Rekorde hätten bei mir Irritationen und Unruhe ausgelöst", meinte Beckmann. Er sagt für Athen "fünf bis sechs Medaillenchancen in allen Farben" voraus.

Die Top-Stars Franziska van Almsick (Berlin), Hannah Stockbauer (Erlangen) und Antje Buschschulte (Magdeburg) durften sich nach den Strapazen des Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada erholen, der Großteil der 35 deutschen Schwimm-Olympia-Starter zeigte in Hannover, dass Optimismus angebracht ist. "Die Mannschaft zeigt starke Trainingsleistungen, wir sind sehr zuversichtlich", meinte Bundestrainer Manfred Thiesmann (Warendorf).

"Es gab bei den Olympia-Startern keine Ausreißer, weder noch oben noch nach unten", befand Beckmann, den auch zwei "Störfälle" nicht beunruhigten: Die Kandidaten für die Freistil-Staffeln über 4x100 m und 4x200 m, Lars Conrad aus Hannover (leichte Herzrhythmus-Störungen) und der Leutzscher Stefan Herbst (Schulterprobleme), mussten beim Olympia-Test pausieren, können aber die letzten Vorbereitungsmaßnahmen wie vorgesehen absolvieren.

Von den Olympioniken zeigte sich vor allem Janine Pietsch (Ingolstadt) in starker Form. Die 22 Jahre alte Bürokauffrau siegte über die nicht olympischen 50 m Rücken in 29,30 Sekunden und glänzte mit guten 1:02,31 Minuten speziell über die 100-Meter-Distanz. In ausgezeichneter Verfassung präsentierte sich auch Birte Steven (Hannover). Die deutsche Rekordhalterin siegte über 200 m Brust in 2:27,76 Minuten. Thomas Rupprath war mit seinem Olympia-Test ebenfalls zufrieden. Der Wuppertaler siegte über 100 m Schmetterling in 53,10 Sekunden und schlug auch in seiner nicht olympischen Weltmeister-Disziplin 50 m Rücken (25,67) als Erster an.

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