Fellmann in Finn-Dinghy-Klasse aus dem Medaillenrennen
„Bayern-Express“ darf auf Edelmetall hoffen

Das Yngling-Boot der deutschen Segler ist mit dem starken Wind in der Gesamtwertung wieder in ganzes Stück weiter nach vorne gestürmt. Surferin Amelie Lux bekämpfte ihren Frust über den verpatzten Auftakt derweil mit einem Einkaufsbummel.

HB ATHEN. Der "Bayern-Express" setzte am Montag mit zwei guten Rennen die olympische Aufholjagd in der Ägäis fort. "Die Tendenz ist aufsteigend. Wir sind zufrieden", sagte Yngling-Steuerfrau Kristin Wagner. Während Medaillen-Hoffnung Marcus Baur vom berühmt-berüchtigten Meltemi-Wind gestoppt wurde, drehte Wagner im ersten Rennen des Tages auf. Nach ihrem Sieg im ersten Lauf gab es im zweiten durch Rang sieben zwar wieder einen Dämpfer. Doch als Gesamt-Fünfte darf die Seglerin aus Feldafing zusammen mit ihren beiden Vorschoterinnen Anna Höll (München) und Veronika Lochbrunner (Lindau) auf Edelmetall hoffen.

"Nun gilt es, die Nerven zu bewahren. Es sind noch fünf Rennen und bis Platz zwei ist alles offen. Wer die wenigsten Fehler macht, gewinnt eine Medaille", sagte Kristin Wagner. Das weiß-blaue Trio hat nach sechs Rennen 14 Punkte Rückstand auf Spitzenreiterin Shirley Robertson aus Großbritannien, die in Sydney Gold im Europe gewann und nun in der neuen Olympia-Klasse den zweiten Triumph ansteuert. Vize-Weltmeisterin Dorte Jensen (Dänemark) hat als Zweite allerdings nur fünf Punkte Vorsprung auf das deutsche Trio. Ruslana Taran (Ukraine/24) und Annelis Thies (Niederlande/25) belegen die Plätze drei und vier. Die Wagner-Crew hat nach den Rängen 9, 8, 2, 12, 1 und sieben bislang 27 Zähler auf dem Punkte-Konto. "Den Medaillenrang bewahren wir uns bis zum Schluss auf", sagte Wagner hoffnungsvoll.

Michael Fellmann hat dagegen keine Chance mehr auf Edelmetall. Der Sportsoldat aus Sulzberg hat als Zwölfer in der Finn-Dinghy-Klasse 32 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Ben Ainslie. "Wenn ich unter die ersten Acht komme, wäre ich zufrieden", meinte Fellmann. Während die Ynglinge und die Finn-Dinghys auslaufen konnten, wurden die Rennen für die 470er-Klasse, die Auftaktwettfahrten in der 49er-Klasse sowie die Rennen drei und vier im Europe und Laser nach Nerven zehrendem Warten abgesagt. "Dies war die beste Entscheidung des Tages", sagte der Kieler Baur.

Auch Leichtwindspezialistin Amelie Lux hofft auf eine schnelle Änderung der Wetterverhältnisse. "Amelie ist als Zwerg im Feld nun einmal keine Starkwind-Spezialistin. Aber man kennt ihre Schokoladenseiten, die wir sicher noch zu sehen bekommen", sagte Teamchef Jochen Schümann. Immerhin kommt die Wetterprognose der knapp 50 Kilogramm leichten und 1,63 Meter kleinen Athletin entgegen, denn am Dienstag wird eine leichte Seebrise erwartet. Nach den ersten beiden Wettfahrten vor Athen liegt die Profi-Surferin nur auf Platz 18, zeigte aber Kampfgeist: "Noch ist nichts verloren."

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