Fernsehbilder beweiskräftig
Frei hat ab sofort frei

Der Schweizer Stürmer hat den Spuck-Skandal des Italieners Francesco Totti noch getoppt: Er hat gespuckt und gelogen. Doch im zweiten Anlauf hat die Uefa ihn erwischt - und härter bestraft als Totti.

HB LISSABON. Der Fußball-Verband griff heute hart durch und schloss den Schweizer von der Europameisterschaft in Portugal aus. Der Uefa-Berufungsrichter Levent Bicakci (Türkei) suspendierte den 24-jährigen Stürmer am Montag für 15 Tage von allen internationalen Spielen. Wie die Uefa mitteilte, haben neue Fernsehbilder den Beweis erbracht, dass Frei im EM-Vorrundenspiel am Donnerstag gegen England (0:3) seinen Gegenspieler Steven Gerrard angespuckt hat. Auf Grund dieses neuen TV-Beweises hatte die Uefa gegen den Freispruch für Frei durch die eigene Kontroll- und Disziplinarkommission Berufung eingelegt.

Unter dem Druck der Beweise für die Spuck-Attacke hatte der Schweizer Verband (SFV) den Stürmer schon Stunden zuvor aus dem Kader für das EM-Spiel gegen Frankreich am Montagabend in Coimbra gestrichen. "Der Spieler hat sich einer Stellungnahme enthalten, der SFV entschied auf Grundlage der neuen TV-Bilder, sich einer solchen Sperre nicht zu widersetzen", hieß es in einer Mitteilung des SFV.

"Die Fernsehbilder sind so beweiskräftig wie bei Totti", erklärte William Gaillard, Kommunikationsdirektor der Europäischen Fußball-Union (Uefa), am Montag auf einer Pressekonferenz. Der Italiener Francesco Totti war in der vergangenen Woche wegen Anspuckens eines Gegenspielers für drei EM-Partien gesperrt worden.

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